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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 378 mal aufgerufen
 Wicca
Fortuna Offline



Beiträge: 273

20.08.2004 14:42
RE: Grundlegende Prinzipien der Craft antworten

Original by: Darwydd MacTara (übersetzt für Boudiccas Bard von Ido (Garden Stone)

1.) Das erste Prinzip ist das der Liebe, das in der Lehre


"AN IT HARM NONE, DO AS THOU WILL"


(Solange es niemandem schadet, tue was Du willst) zum Ausdruck kommt.


a.) Liebe ist kein reines Gefühl, aber es ist ein Zeichen, wie sich ein Individuum zu anderen Wesen verhält.


b.) Andere können durch Gedanken, Worte, Taten geschädigt werden. Gedanken sind hier mit inbegriffen, weil für den Hexer Gedanken wie Dinge sind und gerade solche Gedanken zu magischen Aktionen werden können - egal, ob sie bewußt angewendet werden oder unbewußt.


c.) Es muß verstanden werden, dass das "none (niemandem, Anm.
d. Übers.)" auch einen selbst einschließt - obwohl es zulässig ist, sich selbst zu schaden, um jemandem anderem zu helfen, wenn sich jemand dazu entschliessen sollte.


d.) Als unethisch wird jeder Schaden verurteilt, der ohne Notwendigkeit einem Anderen zugefügt wird. Krieg ist in diesem Sinn eine Schädigung ohne Notwendigkeit, obwohl es obwohl es ethisch erlaubt ist, sich selbst zu verteidigen oder jemand anderen, sofern man darum GEBETEN WIRD.


2.) Der Hexer muß die Kräfte des Universums anerkennen und mit ihnen harmonieren, in Übereinstimmung mit dem Gesetz der Polarität: Alles ist doppelt, alles hat zwei Polaritäten, alles hat seine Gegenseite, auf jede Aktion gibt es eine Reaktion, alles kann sich als aktiv oder reaktiv in Relation zu anderen Dingen offenbaren.


a.) Die unendliche und äußerste Gottheit ist einzigartig und von einer transzendenten Ganzheit, jenseits unserer Grenzen und Ausdrucksmöglichkeiten. Es ist unseren menschlichen Kapazitäten nicht möglich, dieses Prinzip des kosmischen Ganzen zu verstehen und zu identifizieren, es sei denn, es offenbart sich uns in Teilen seiner Eigenschaften und Handlungen.


b.) Eine der grundlegensten und bedeutungsvollsten Eigenschaften des Einen (die wir Menschen verstehen koennen) ist jene der Polarität, der Aktion und Reaktion. Daher erkennen Hexer die Einheit der Gottheit an, leben aber die Verehrung und Beziehung zu der archetypische Polarität verkörpert in Gott und Göttin, im All-Vater und in der grossen Mutter des Universums. Diese Seinsformen sind so nahe wie wir an den Einen trotz unserer menschlichen Eingrenzungen des Verstehens und der Ausdrücke herankommen können, obwohl es möglich ist, das göttliche Eine durch die Praxis der Mysterien auszuprobieren.


c.) Harmonie besteht nicht in abstrakter Schönheit, sondern in der ausgeglichenen, dynamischen und gleichgewichtigen Zusammenarbeit und Beziehung.


3.) Der Hexer muß dies anerkennen und im Rahmen des Ursache-Folge Gesetzes arbeiten; jede Tat hat ihre Reaktion und jeder Effekt hat seine Ursache. Alle Dinge geschehen nach diesem Gesetz, nichts in diesem Universum kann außerhalb, ohne dieses Gesetz geschehen, so daß wir nicht immer die Verbindung zwischen einem gegegebenen Effekt und seiner Ursache schätzen. Diesem untergeordnet ist das 'Gesetz der Drei', was besagt, dass alles, was passiert, dreifach zurückkehrt, egal ob gut oder schlecht. Unseren Taten folgt mehr, als Menschen normalerweise bemerken, die resultierenden Reaktionen sind auch ein Teil der Ernte bzw. des Erfolges.


4.) Wie oben, so unten. Das, was im Makrokosmos existiert, existiert genauso in einem kleineren Maßstab und geringeren Teilen im Microkosmos. Die Kräfte des Universums gibt es auch im Menschen, obwohl sie meist untätig daliegen. Die Fähigkeiten und Kräfte können erweckt und genutzt werden, indem die richtigen Techniken praktiziert werden; daher schworen die Eingeweihten der Mysterien diese Geheimnisse vor Unwürdigen zu schützen: Zuviel Schaden kann durch jene angerichtet werden, die diese Kraft verantwortungslos benutzen - Schaden für sie und für andere, gemäß den Gesetzen der 'Ursache und Wirkung' und dem des 'Dreifachen Zurückkehrens'.


a.) Seit unsere Philosophie lehrt, daá das Universum eine Manifestation des Göttlichen ist, kann es nichts mehr geben, was nicht an der Natur des Göttlichen teilnimmt; daher existieren die Kräfte und Eigenschaften des Göttlichen in allen Manifestationen, wenn auch in unterschiedlich starkem Masse.


b.) Diese Kräfte können durch die verschiedenen Techniken der Mysterien erweckt werden; obwohl sie allein nur kleine Effekten bewerkstelligen, ist es möglich, durch sie die Kräfte des Universums zu benutzen. Dadurch kann die Menschheit auf die Kräfte der Götter Einfluß nehmen, einen Kanal für die Gottheit aufzubauen, damit diese in ihrer eigenen Manifestation agiert. Dies, fühlen viele, ist ein weiterer Grund für den Eid des Geheimnisses.


c.) Seitdem das Universum der Körper des Einen ist, das viele der Eigenschaften des Einen besitzt, müssen seine Gesetze und Prinzipien das sein, durch das der Eine operiert. Beim Differenzieren des Bekannten vom Unbekannten kann man über die Göttlichkeit lernen - und dadurch über sich selbst. Beim Erproben der Mysterien kann man wirklich mehr über den Einen LERNEN. Dadurch ist die 'Craft' eine Naturreligion, genau so gut wie eine Mysterienreligion, die in der Natur den Ausdruck und die Offenbarung der Göttlichkeit sieht.


5.) Wir wissen, daß alles im Universum in Bewegung und in Schwingung ist - und ein Ergebnis dieser Schwingung ist. Alles schwingt; alle Dinge steigen und fallen in einem gezeitlichen System, das zeigt, dass dem Universum und genauso dem Atom die Bewegung innewohnt. Sein und Energie sind zwei verschiedene Pole eines fortbestehenden Phänomens. Daher zelebriert und harmonisiert der Hexer damit und benutzt die Ströme des Universums und des Lebens wie es durch den Zyklus der Jahreszeiten und die Bewegung des Sonnensystems ausgedrückt wird. Diese rituellen Bräuche sind die acht großen Feste, die im 'Rad des Jahres' erwähnt werden. Weiterhin arbeitet der Hexer mit den Kräften und Gezeiten des Mondes, weil der der Vermittler von sehr viel Energie für unsere Erde und uns selbst ist.


6.) Nichts ist tote Materie im Universum. Alle Dinge existieren, also leben alle Dinge - natürlich in einem ganz anderen Sinne als das, was wir als Leben bezeichnen. Aus dieser Sichtweise heraus weiß der Hexer, daß es keinen wahren Tod gibt, nur den Wechsel von einem Zustand zum anderen. Das Universum ist der Körper der Gottheit, daher besitzt es EIN übergeordnetes Bewußtsein. Alle Dinge nehmen Teil an diesem Bewußtsein, in variierenden Stufen von Gewahrsein.


a.) Wegen diesem Prinzip sind alle Dinge für den Hexer heilig, weil alle am Leben des Einen teilnehmen.


b.) Daher ist der Hexer ein 'natürlicher' Ökologe, weil die Natur solch ein Teil von uns ist, wie wir ein Teil der Natur sind.


7.) Aus der Entwicklung des menschlichen Volkes heraus haben Zivilisationen viele verschiedene Variationen des Göttlichen verehrt. Diese universellen Kräfte wurden in Formen gekleidet, die für den Verehrer ausdrucksvoll das jeweilige Attribut der angesprochenen Gottheit darstellten. Das Benutzen solcher symbolischen Präsentationen der natürlichen und göttlichen Kräfte des Universums - oder verschiedener Gottformen - ist eine potente Methode um die Kräfte, die sie repräsentieren, zu kontaktieren und zu benutzen. Daher sind die Götter beides: Natürlich und wahrhaft und menschengemacht im dem Sinne, daß die verschiedenen Formen, in die sie gekleidet wurden, Produkte des menschlichen Strebens sind, die Gottheit zu kennen.


a.) In Übereinstimmung mit dem Gesetz der Polarität, wurden diese Gottformen auf einen gleichen Nenner gebracht durch das eine große Gesetz, das besagt: Alle Götter sind ein Gott. Alle weiblichen Gottheiten sind eine Göttin. Es gibt nur einen Initiator. Dieses Gesetz ist ein Ausdruck unseres Verständnisses, daß alle Kräfte des Universums - egal, in welche Gott-Formen sie auch immer gekleidet wurden und mit welcher Kraft sie auch zusammengebracht wurden - in die fundamentale, grundlegende Polarität der Gottheit, der Großen Mutter und des All-Vaters aufgelöst werden können.


b.) Der Nutzen der verschiedenen Götterformen besteht darin, aus verschiedenen ethischen Quellen oder Perioden zu schöpfen, was der Grund für die Differenzen zwischen den verschiedenen Traditionen und der Craft ist. Jede Tradition benutzt diese Formen - und dadurch ihre jeweiligen Namen, die die entsprechende Tradition am besten ausdrücken und das Verständnis der dargestellten Kraft erwachen läßt - in Übereinstimmung mit den Schwerpunkten der jeweiligen Tradition.


c.) Weil wir wissen, das verschiedene Namen oder Präsentationen nur Ausdruck der gleichen göttlichen Prinzipien und Kräfte sind, verlangen wir von unseren Mitgliedern zu schwören, daß sie niemals die Namen verspotten, mit denen ein Anderer das Göttliche verehrt, gerade auch dann, wenn diese Namen differierend und scheinbar ausdrucksloser sind als unsere und die Gottformen, die von unserer Tradition genutzt werden (Für die Mitglieder anderer Traditionen, die ihre Namen benutzen, mögen die unseren leicht als weniger ausdrucksvoll scheinen).


8.) Ein Hexer verweigert die Erlaubnis, sich durch die große Schuldneurosen bestechen zu lassen, die durch die Menschheit im Namen des Göttlichen erschaffen wurden; dadurch wird das Selbst von der Sklaverei des Verstandes befreit. Der Hexer drückt Verantwortlichkeit für seine Aktionen aus und akzeptiert ihre Konsequenzen; Schuld wird zurückgeworfen als Hemmung der Selbst-Aktualisierung und ersetzt durch die Anstrengungen des Hexers, die Lehren des Nicht-Verletzens, der Verantwortung für die eigenen Aktionen und des Zieles, die vollen Kräfte des Individuums zu erhalten, zu befolgen.


a.) Wir glauben, daß das menschliche Wesen ohne angeborenene Schuld geboren wird und sehen, dass die Konzepte der Sünde und Schuld enorm hemmend auf das menschliche Potential wirken; die Konsequenzen aus dem "Ursache-Folge"-Gesetz, von manchen Karma genannt, sind keine Bestrafung, sondern die Rückkehr der Situationen und ihrer Effekte, weil das Individuum noch nicht die Weisheit erreicht hat, um mit solchen Situationen umzugehen oder sie zu verhindern.


b.) Es gibt keinen Himmel - außer dem, den wir uns selbst mit unserem Leben auf der Erde schaffen; genauso gibt es keine Hölle - nur die Ergebnisse unseres unwissenden Handelns. Viele von uns glauben an einen Warteplatz, manchmal Sommerland genannt, wo wir ausruhen, uns erholen und für den nächsten Aufenthalt auf der Erde vorbereiten. "Der Tod ist nicht gefolgt von Bestrafung oder Belohnung, aber von Leben und dem Fortfahren der Evolution unseres menschlichen Potentials."


c.) Niemand kann das Göttliche in sich selbst verdammen; er kann sich nur selbst vom ihm trennen, indem er sich der Weisheit verweigert und ebenso dem Streben nach Selbstverwirklichung. Dieses Trennen führt aber nicht etwa zu persönlichen Leiden in der Hölle, sondern zu einer leeren Hülle, einer Person oder Gedankenform ohne den Funken des Göttlichen Feuers.


9.) Wir wissen von der Existenz der Lebenskraft, die alle lebenden Dinge einschließt; es ist, was insgesamt existiert. Wir wissen, das ein Funke des Göttlichen Feuers in allem und jedem ist, was existiert - und daß nichts stirbt, nur die Form der Existenz verändert sich. Wir wissen, daß der Funke des Göttlichen Feuers immer wieder zur Manifestation zurückkehrt, um sein Potential voll zu realisieren, letztendlich die Spitze und Essenz des puren Seins entwickelnd. In diesem Prozeß der Reinkarnation kehrt jede Form der Existenz in derselben Form wieder; obwohl seine immer zunehmende Verwirklichung zu höheren Stufen eben jener Form führen kann. Der Mensch kehrt als Mensch zurück, die Katze als Katze, ein Mineral als Mineral. Jedes Art einer Form entwickelt sich so, wie sich jede andere Art dieser Form entwickelt.


10.)Dieser Prozeß der Evolution durch aufeinanderfolgende Reinkarnationen in manifestierten Formen arbeitet durch die Verwendung der erreichten Weisheit, der Essenz des Lebensexperiments. Diese Essenz oder Weisheit ist ein Attribut des Funken in jedem selbst, eins und untrennbar.


11.)Wir müssen unseren Körper schützen, weil er der Träger für den Funken des Lebens ist, die Form, in der wir ankommen. Also müssen wir unseren Körper von seinen Krankheiten heilen und ihn als perfekt abgestimmtes Werkzeug erhalten; wir müssen andere heilen (sowohl physisch als auch psychisch) soweit es in unserer Macht steht. Aber wir können nicht das Leben anderer stören, auch nicht, um zu heilen, es sei denn, sie bitten darum oder wir haben ihre ausdrückliche Genehmigung dazu. Der Grund für diese offensichtliche Einschränkung ist, daß wir mit einem freien Willen ausgestattet sind - und wo die Götter zögern zu helfen, mischen wir "reine" Sterbliche uns besser nicht ein.


12.) Mit Harmonie und unter Verwendung von Harmonie wird die große Naturkraft Magie angerufen. Durch Magie sprechen wir - nicht vom Übernatürlichem, aber vom übrigen Natürlichen - aber ihre Gesetze und Applikationen sind bis jetzt nicht von der Wissenschaft anerkannt. Der Hexer muß danach streben, diese Kräfte anzuerkennen, ihre Gesetze zu erlernen, sich selbst mit ihnen abzustimmen und sie anzuwenden. Der Hexer muß sich aber auch davor bewahren, durch diese Kraft korrumpiert zu werden, wenn er sie NUR zum Erreichen eigener Ziele anwendet; daher muß er streben, der Menschheit zu dienen: Entweder durch den Dienst in der Priesterschaft oder durch Vorbild für und Einwirkung auf das Leben Anderer. Die Wahl zwischen diesen beiden Wegen muß in Abstimmung mit der wahren Natur des Hexers getroffen werden.

[f1][ Editiert von Moderator Fortuna am 27.08.2004 12:50 ][/f]

Melamoma Offline



Beiträge: 13

27.08.2004 10:59
#2 RE: Grundlegende Prinzipien der Craft antworten

eine sehr schöne Ausführung. Schade, dass du nicht hinzufügst woher sie stammt. http://www.boudicca.de/wicca.htm

Fortuna Offline



Beiträge: 273

27.08.2004 11:12
#3 RE: Grundlegende Prinzipien der Craft antworten

Sorry hab ich vergessen!

Aber die Seite ist wirklich toll, ist auch die einzige die ich hierzu empfehlen würde.

Fortuna Offline



Beiträge: 273

27.08.2004 11:19
#4 RE: Grundlegende Prinzipien der Craft antworten

so ich habe jetzt alles "berichtigt" und wenn ein copyright besteht habe ich dies hinzugefügt!



Fortuna

[f1][ Editiert von Moderator Fortuna am 27.08.2004 13:10 ][/f]

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