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 Kräutergarten
Fortuna Offline



Beiträge: 273

20.08.2004 15:51
RE: Baldrian antworten

früher gut gegen Pest, heute gut zum Schlafen

Der Baldrian (Valeriana officinalis) ist ein Beispiel dafür, wie stark sich die Verwendung
einer Pflanze im Laufe der Jahrhunderte verändert hat.
Er wanderte quer durch alle möglichen Anwendungsgebiete.
Im 16. Jahrhundert sollte er unter anderem Würmer im Bauch vertreiben,
innere Entzündungen in der Brust lindern,
gegen Pest und Sehschwäche helfen.
Goldschmiede kauten ständig auf einem Stückchen Baldrianwurzel herum, weil sie glaubten,
sie könnten dadurch besser sehen. Auch als Aphrodisiakum wurde der Baldrian genutzt.
Heute ist eigentlich nur eine Anwendung übrig geblieben: als Schlaf- und Beruhigungsmittel.
Baldrian verkürzt die Einschlafzeit und lässt einen nachts besser durchschlafen.
Der Vorteil von Baldrian gegenüber chemischen Mitteln liegt vor allem darin, dass er nicht süchtig macht
und am nächsten Tag nicht zu Benommenheit führt. Was genau die Baldrian-Wirkung ausmacht,
ist aber bis heute nicht klar. Man hat angenommen, dass die sedierende Wirkung
(Unter Sedierung versteht man die seelische Ruhigstellung von Menschen, beispielsweise durch Beruhigungsmittel.)
auf bestimmten Inhaltsstoffen, den Valepotriaten, beruht. Allerdings hat sich herausgestellt,
dass sie nicht wirken, wenn man sie isoliert.
Man vermutet deshalb, dass die Wirkung des Baldrians nicht von einzelnen Komponenten verursacht wird,
sondern von der Kombination von bis zu 100 Einzelsubstanzen.
Möglicherweise spielt sogar auch der Geruch eine Rolle.

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