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 Traumbuch
Fortuna Offline



Beiträge: 273

22.08.2004 12:07
RE: Traumdeutung antworten

Der Traum ist der Hüter des Schlafes
[Sigmund Freud 1856-1939]

Nach Freud hat der Traum die Aufgabe, innerpsychische Widersprüche und Belastungen, die am Tage unter Einschaltung der 'Zensur des Bewusstseins' nicht verarbeitet und erledigt werden konnten, in der Nacht einer dynamischen unterbewussten Bearbeitung zuzuführen.

Träume lassen sich auf der sog. 'objektiven Ebene' und 'subjektiven Ebene' deuten.
Beiden Ansätzen gemeinsam ist die Feststellung, dass die/der Täumende gleichzeitig Drehbuchautor, Regisseur und Darsteller aller Charaktere des Traums ist. Der Traum stellt insofern also eine persönliche kreative Leistung in der Bearbeitung des Tagrestes dar. Der Tagrest ist der Anlass des Traumes (z. B. eine nicht bewältigte Problemsituation aus dem Wachzustand).

Bei der Taumdeutung auf der 'objektiven Ebene' werden alle im Traum vorkommenden Personen, Situationen und Sachverhalte als sich selbst symbolisierend angesehen (d. h., der bellende Hund ist ein bellender Hund).
Beispiel: Ein/e SpaziergängerIn wird von einem herangelaufenen Hund attackiert, fürchtet sich und träumt in der Nacht von der Attacke.

Bei der Taumdeutung auf der 'subjektiven Ebene' repräsentieren die Trauminhalte innerpsychische Anteile der/des Träumenden (d. h., der bellende Hund ist Ausdruck der Auseinandersetzung mit eigenen nicht angenommenen, innerlich konflikthaft (also widersprüchlich) besetzten, mitunter auch destruktiven, Persönlichkeitsanteilen).
Beispiel: Ein Mensch befindet sich in einer latenten oder offenen Auseinandersetzung mit jemand anderem und träumt von einem bellenden Hund ohne tatsächlich im Wachzustand einem begegnet zu sein.

In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass Traumdeutung immer zutiefst mit der perönlichen Lebenssituation zu tun hat. Eine Traumdeutung anhand sog. 'objektiver Symbole' ist nicht seriös (z. B. der bellende Hund als unveränderliches Symbol für eine bestimmte Persönlichkeitseigenschaft).

Traumdeutung muss also immer eingebettet sein in eine umfassende Betrachtung der gesamten Individualität und Lebenslage.

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