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 Kräutergarten
Fortuna Offline



Beiträge: 273

22.08.2004 15:04
RE: Verschiedene Kräuter (zum Platzsparen) :D antworten

Eisenkraut / Verbena

Das Eisenkraut war früher eine der wichtigsten Heilpflanzen, es wurde sogar zur rituellen Reinigung der Tempel verwendet. Heute wird hauptsächlich sein südamerikanischer Bruder Verbena angeboten und die europäische Pflanze ist fast in Vergessenheit geraten.
Die Heilwirkung können wir jedoch eher vom europäischen Eisenkraut erwarten, wohingegen die südamerikanische Verbena stärker zitronig schmeckt und daher als Haustee besser geeignet ist.

Steckbrief
Heilwirkung: Bronchitis, Husten, Katarrhe der oberen Luftwege, harntreibend, menstruationsfördernd, milchbildend
wissenschaftlicher Name: Verbena officinalis
Verwendete Pflanzenteile: Das blühende Kraut
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Glykoside, ein Alkaloid, Bitterstoffe
Sammelzeit: Juli / August

Angelika / Engelwurz

Steckbrief
Heilwirkung: antiseptisch,
abwehrsteigernd,
kraftspendend,
Appetitlosigkeit,
Blähungen,
Erkältungskrankheiten,
Erschöpfungszustände,
Rheuma,
Leberschwäche,
Magenschwäche,
Verstopfung,
Kreislauf stabilisierend
wissenschaftlicher Name: Angelica archangelica
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Xanthotoxin, Imperatorin, Umbelliferon, Bitterstoff
Sammelzeit: zeitiges Frühjahr oder Spätherbst

Anwendung
Für einen Tee nimmt man einen halben TL trockene Wurzel auf eine Tasse Wasser. Der Tee wird kalt angesetzt, dann kurz aufgekocht und fünf Minuten ziehen gelassen. Davon trinkt man täglich bis zu zwei Tassen.

Auch als Tinktur ist die Angelika geeignet. Von der Tinktur nimmt man 2-3 mal täglich 20 Tropfen

Pflanzenbeschreibung
Die Angelika ist eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sie Blätter am Boden aus und im zweiten Jahr wächst sie hoch und blüht.

Im blühenden Zustand wird die Angelika bis zu 2 m hoch.

Wie andere Doldenblütler bestehen ihre Blüten aus Dolden, die bei der Angelika eher rund als flach sind.

Da sie nur sehr langsam keimt, ist es nicht so einfach, sie anzubauen. Wenn sie sich in einem Garten jedoch eingelebt hat, sät sie sich auch von selbst aus und kommt dann immer wieder.


Farn

Farn ist eine der ältesten Pflanzen der Erde. In Urzeiten (Karbon: Vor ca. 350 Mill. Jahren) wurde der Farn so gross, wie heutzutage die Bäume.
In schattigen Ecken "entrollt" er sich im Frühjahr spiralig und gibt dann mit seinen grossen fiedrigen Blättern dem Wald bzw. der Schattenstelle den typischen Flair.

Früher wurde der Farn als heilige Pflanze für allerlei magische Zwecke eingesetzt.

In der Medizin ist sein bekanntestes Einsatzgebiet die Vertreibung von Würmern. Da der Farn leicht giftig ist, sollte man jedoch von Selbstversuchen mit selbstzubereiteten Mitteln Abstand nehmen.

Äusserlich angewendet ist der Farn ungiftig und wird als Tinktur gerne bei Rheuma, Krämpfen und anderen Schmerzen eingesetzt.

Steckbrief
Heilwirkung: Würmer (Achtung giftig!),
Äusserlich (z.B. als Tinktur aus der Wurzel):
Rheuma,
Gicht,
Nervenschmerzen,
Wadenkrämpfe,
Krampfadern,
krampfhafte Kopfschmerzen,
Äusserlich (z.B. als Kissen mit Blättern):
Rheuma,
Gicht
wissenschaftlicher Name: Aspidium filix-mas
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel für Tinktur, Blätter für Kissen
Inhaltsstoffe: Filmaron, Filicin, Phloroglucin, ätherische Öle
Sammelzeit: Blätter: Hochsommer
Wurzel: Spätsommer


Fenchel

Der Fenchel bietet uns gleich zwei seiner Teile zum Benutzen an.
Seine samenähnlichen Früchte werden in der Heilkunde vor allem bei Husten und Blähungen eingesetzt.

Die fleischige Knolle kann man als Gemüse essen. Beide haben diesen typischen Fenchelgeruch bzw. Geschmack, durch den der Fenchel bei einigen beliebt und bei anderen sehr unbeliebt ist.




Steckbrief
Heilwirkung: Bindehautentzündungen,
Blähungen,
Bronchitis,
Husten,
Lidrandentzündungen,
Magenschmerzen,
Verdauungsbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Foeniculum vulgare
Verwendete Pflanzenteile: Früchte
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl mit Anethol und Fenchon
Sammelzeit: Frühherbst

Frauenmantel

Der Frauenmantel ist eine zarte Pflanze mit kelchartigen gelappten Blättern, in denen sich morgens Tautropfen sammeln. Seine Blüten sind zartgelbe doldige Rispen.
Als Heilpflanze hat sich der Frauenmantel hauptsächlich in der Frauenheilkunde bewährt, aber auch in anderen Bereichen kann er hilfreiche Dienste leisten.

Steckbrief
Heilwirkung: Durchfall, Eiterungen, Klimakterische Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Mund- u. Rachenentzündung, Weissfluss
wissenschaftlicher Name: Alchemilla vulgaris
Verwendete Pflanzenteile: das blühende Kraut
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, Phytosterin, Glykoside
Sammelzeit: blühend von Mai-September

Gänsefingerkraut

Wo das Gänsefingerkraut wächst, wuchert es meistens über eine recht grosse Fläche, weil es sich mit seinen Ausläufern sehr gut verbreiten kann.

Das Gänsefingerkraut liebt gutgedüngte verdichtete Böden, weshalb es häufig an Wegrändern von Acker- und Weidenflächen anzutreffen ist.

In der Heilkunde wird es vorwiegend gegen Krämpfe aller Art eingesetzt und zwar besonders gern in Milch abgekocht.

Ausserdem kann man die Blätter und Wurzeln des Gänsefingerkrautes als Wildgemüse kochen.



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Steckbrief


Heilwirkung: Krämpfe,
Schmerzhafte Periode,
Magen- Darmkrämpfe,
Koliken bei Säuglingen,
Durchfall,
Entzündungen der Mundhöhle,
Hämorrhoiden,
Magen- und Darmschleimhautentzündungen,
Wundheilung
wissenschaftlicher Name: Potentilla anserina
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Flavone, Harzbitterstoffe
Sammelzeit: Mai - august

Goldrute

Die Goldrute ist das üppige Gelb des Spätsommers.

In großen Kolonien wächst sie auf Schotter und an Wegen und läßt die Welt ein wenig leuchten, wenn die Blumen des Hochsommers längst verblüht sind.

Ihr Haupteinsatzgebiet in der Heilkunde ist der Nieren-Blasen-Apparat. Sie wirkt stark harntreibend.


Steckbrief
Heilwirkung: harntreibend,
blutreinigend,
Blasenentzündungen,
Nierengriess und -Steine,
Nierenleiden,
Störungen der Harnabsonderung,
Wundheilung,
Rheuma,
Gicht
wissenschaftlicher Name: Solidago virgaurea
Verwendete Pflanzenteile: das blühende Kraut
Inhaltsstoffe: Saponin, Gerbstoff, ätherisches Öl
Sammelzeit: Juli-Oktober

Gundermann

Der Gundermann wächst klein und unauffällig überall in naturbelassenen Gärten und in der freien Natur.
Kaum einer kennt ihn, obwohl er eine wertvolle Bereicherung für die Hausapotheke und die Küche ist.

Außerdem sieht er im Garten sehr schön als Bodendecker aus und ist extrem pflegeleicht. Seine lilanen Blüten begeistern mich jedes Jahr aufs Neue.


Steckbrief
Heilwirkung: entzündungshemmend,
Blase und Niere anregend,
stoffwechselfördernd,
schleimlösend,
schlechtheildene Wunden,
chronischer Schnupfen,
chronischer Husten,
Rekonvaleszenz
wissenschaftlicher Name: Glechoma hederacea
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe
Sammelzeit: März bis Juni, aber auch noch später, solange er sprießt


Anwendung
Äußerlich kann der Gundermann für schlecht heilende Wunden, vor allem bei Eiter (=Gund) verwendet werden. Dazu kannst du das Pflanzenöl, Kompressen oder Salben verwenden.
Innerlich dient er der Anregung der Stoffwechsels und hilft bei langwierigen Krankheiten. Auch hier besteht der Bezug zum Eiter. So hilft er bei chronischer Bronchitis, chronischem Schnupfen, Blasen- und Nierenkrankheiten. Hierfür eignet sich eine Tinktur.
Da er angenehm würzig schmeckt, liebe ich ihn auch als Küchengewürz und gebe ihn zu Kräutersuppen, Kräuterbutter und allem anderen, wofür ich Gartenkräuter verwende.

Pflanzenbeschreibung
Der Gundermann (auch Gundelrebe) wächst ähnlich wie Efeu und kriecht über den Boden und rankt an Zäunen. Seine Triebe werden bis zu einem Meter lang. Daher kann man aus ihm auch Kränze winden, was früher traditionell zur Walpurgisnacht gemacht wurde.
Die Blätter sind herz- bis nierenförmig mit eingekerbtem Rand. Die violetten Blüten erscheinen schon recht früh im Jahr und stehen innerhalb der Blattachseln in Scheinquirlen.
Da er gerne wuchert, bedeckt er innerhalb eines Jahres ziemlich große Bodenflächen und kann daher auch im Garten als gesunder Bodendecker eingesetzt werden. Ich habe ein paar Pflänzchen zwischen meine hochwüchsigen Heilpflanzen gesetzt. Dort kümmert er sich gut um die Bedeckung der Zwischenräume. Wenn man ein Gundermannblatt zwischen den Fingern reibt, riechen diese herb-würzig und fühlen sich leicht schmierig an. Das schmierige Gefühl kommt durch das enthaltene Öl, das der Hauptwirkungsträger für seine hautheilenden Eigenschaften bekannt ist.

Hagebutte

Die Hagebutte entsteht aus den zarten weißen Blüten der Wildrose. Die Schalen dieser Hagebutte werden getrocknet als Tee verwendet und haben nicht nur Heilwirkung, sondern werden auch gerne als gesundes Getränk getrunken.
Die Hauptwirkung der Hagebutte beruht auf ihrem Vitamin C-Gehalt. Außerdem kann aus Hagebutten eine leckere Marmelade gekocht werden.

Merke: 100 g frische Hagebutten enthalten 400-5.000 mg Vitamin C


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Steckbrief
Heilwirkung: Erkältungen, erhöhter Vitamin C-Bedarf, Frühjahrsmüdigkeit, leicht harntreibend
wissenschaftlicher Name: Rosa canina
Verwendete Pflanzenteile: Schalen der Hagebutte
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Flavone, Fruchtsäuren, Vitamin B-Komplex
Sammelzeit: Herbst

Anwendung
Aus getrockneten Hagebuttenschalen kann man hervorragenden Kräutertee kochen, der nicht nur angenehm frisch säuerlich schmeckt, sondern auch reichlich Vitamin C enthält, was unser Immunsystem stärkt und aufbaut. Hagebutten sind in vielen Früchtetees enthalten.
Frisches Hagebuttenmus ist noch sehr viel wirksamer und empfehlenswert, wenn man einen deutlichen Vitamin C-Mangel hat. Ein Esslöffel Hagebuttenmus deckt den Vitamin C-Bedarf eines Erwachsenen.

Hagebuttenmarmelade auf dem Brot ist zwar nicht ganz so gehaltvoll, aber eine gesunde Abwechslung auf dem Frühstückstisch.


Pflanzenbeschreibung
Die Hagebutte, auch Wildrose oder Heckenrose genannt, wächst in Europa und Asien in Hecken, Gebüschen und Böschungen. Teilweise tritt sie dort wild auf und teilweise wird sie angebaut, weil sie sehr pflegeleicht ist.
Im Hochsommer entfaltet sie zahlreiche weisse Blüten, die es zwar an Pracht und Fülle nicht mit Zuchtrosen aufnehmen können, aber dennoch ihren ganz eigenen zarten urwüchsigen Reiz haben.

Bis zum Herbst reift die Heckenrose zur leuchtend roten Hagebutte heran.

Diese Hagebutten kann man ernten, von den Kernen befreien und kleingeschnitten trocknen. Da Hagebutten ziemlich wasserhaltig sind, sollte man sie an einem warmen trockenen Platz oder bei minimaler Hitze im Backofen trocknen.



Postet doch auch mal welche..............!

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