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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 526 mal aufgerufen
 Hexenfeste und ihre bräuche
Aislinn Offline




Beiträge: 469

18.09.2004 11:13
RE: Alles über Mabon antworten

OK ich fang mal an. Gier schreiben wir alles mal auf über mabon, Räucherungen, Bräuche usw.
Ich mach mal den Anfang

Eleusinische Mysterien (griechisch)
Jetzt stehen wir im Zeichen der Waage, die Ausgewogenheit symbolisiert, denn Mutter Natur schafft wieder einmal ein Gleichgewicht zwischen den Kräften Hell und Dunkel.

Von nun an werden die Tage kürzer und die Nächte länger. Die Göttin steigt in die Unterwelt hinab, die Welt der Dunkelheit, wo sie sich um die toten Seelen kümmert. Dieses Hinabgehen in die Unterwelt, dem Tod zum Trotz, wird durch die zahlreichen Rituale und Prozessionen der Eleusinischen Mysterien gefeiert.

Die Eleusinischen Riten waren das berühmteste Göttinnenfest in Europa. Von überall her kamen Männer und Frauen, um daran teilzunehmen, denn man glaubte, dadurch Glück und Weisheit zu gewinnen und durch die Göttin geheiligt zu werden.

Von der Tagundnachtgleiche bis zum Ende des Monats September wurde jeden Tag ein anderes Ritual begangen und etwas anderes zum Gegenstand gemacht. Das Fest begann mit Prozessionen von Athen nach Eleusis. Die TeilnehmerInnen legten heiliges Gerät zu Füßen der Göttin Demeter ab und badeten anschließend im Meer, legten neues Leinzeug an und gossen Trankopfer auf die Erde. Die Frauen und einige Männer versammelten sich zum Fackelzug, wenn sich die Prozessionen aufs neue formierten und durch die Tempel und Stadt zogen, um Persephone/Kore zu suchen.

Bei diesen Feiern trugen die älteren Frauen Körbe mit der Habe der Göttin: einem Kamm, Symbol der Aphrodite, einem Spiegel, einer Schlangengestalt oder einer lebendigen Schlange (für die Wiedergeburt), Weizen und Gerste.
Die Frauen fuhren in Ochsenkarren und riefen einander Ungehörigkeiten zu. Man kann sich das gut vorstellen: "He, Althea, dein Ochse sieht aus wie ein Lämmchen, und deine Körbe haben Löcher!"

Der 24. September, der zweite Tag, war der Tag der großen Reinigung, und man nahm ein rituelles Bad im Meer: Die Initiierten wuschen damit alle Unwissenheit fort und wurden rein.
Am 25. September baute man einen Altar um einen Baum, dort verbrannte man Weihrauch und goss Trankopfer auf die Erde; dies symbolisierte Ehrfurcht vor dem Planeten.
Am 26. September fand eine große Prozession zur Feier der Erdgöttin Demeter statt. Begeistert riefen die Menschen dem Standbild der Göttin, das auf einem Wagen mitgeführt wurde, zu: "Heil Demeter!" Alle waren festlich gekleidet und verbrachten den Tag in fröhlicher Ausgelassenheit.
Am 27. September veranstaltete man tagsüber und nachts große Fackelzüge. Das kennzeichnete den Beginn der eigentlichen Mysterien


(Quelle: Hier)

Aislinn

Melamoma Offline



Beiträge: 13

18.09.2004 20:26
#2 RE: Alles über Mabon antworten

So ich habe hier zwei Texte aus Büchern abgeschrieben:

Marian Green, Naturmagie

Der Herbst

Als nächstes kommt die Zeit der Reife und Ernte, die Zeit, um sich nach innen zu wenden, und die Zeit des Feierns. Früchte, Oliven und Trauben werden geerntet, in wärmeren Ländern keltern die Winzer den neuen Wein. Früher war es die große Zeit gemeinschaftlicher Feste und harter gemeinsamer Arbeit. Diese Zusammenarbeit war notwendig, damit man von allen Nahrungsmitteln soviel wie möglich zusammentragen und speichern konnte, um die langen Wintermonate zu überstehen. Jeder Apfel wurde sorgsam eingesammelt, jede Ähre von den Weizen-, Gersten-, Hafer- und Roggenfeldern aufgelesen, denn alles wurde für das kommende Jahr gebraucht. Man schüttelte noch die letzte Olive auf die unter den Bäumen ausgebreiteten Tücher, um daraus das dunkle Öl zu pressen oder die Früchte einzulegen. Wenn nicht jedes einzelne Mitglied der Gemeinschaft bereitwillig und fleißig mitarbeitete, konnte etwas verderben oder vom Vieh gefressen werden, ehe man es sicher in den Scheunen und Vorratskammern verstaut hatte.

Der Herbst ist die magische Zeit für ein großes Dankesfest. Sobald die anstrengende Erntearbeit abgeschlossen, das Vieh in die Winterquartiere gebracht und einige sorgfältig ausgesuchte Tiere geschlachtet und das Fleisch für den Winter eingesalzen, geräuchert oder gepökelt war, feierte man. Dabei kamen die Fleischstücke auf den Tisch, die man nicht aufheben konnte, und das Blut und die Innereien wurden zu Wurst und anderen Gerichten verarbeitet, für die es in allen Regionen eigene Rezepte gab.



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Silver RavenWolf, Freche Hexen

Die Herbst-Tagundnachtgleiche am 21. oder 22. September wird auch Mabon genannt. So heißt der walisische Gott, der in der Arthursage die männliche Fruchtbarkeit symbolisiert. Wie Ostara feierten die Hexen auch diesen Sabbat erst, als die Wikinger die Inseln besetzten. Am Mabon entfernen wir Dinge aus unserem Leben und feiern die weiblichen Toten der Familie. Manche keltischen Hexen glaubten, dass nur Frauen in Tirnanog wohnen, weil der Schoß der Göttin den Gott wieder aufnahm. Darum hieß dieser Ort „Land der Frauen“. Die Hexen schnitzten neue Zauberstäbe aus Weiden, so wie die alten Druiden es getan hatten.
Die Herbst-Tagundnachtgleiche ist das zweite Erntefest im Herbst. Darum legen wir Blätter, Früchte, Kürbisse, getrockneten Mais und andere Dinge auf den Altar.

Aislinn Offline




Beiträge: 469

19.09.2004 13:17
#3 RE: Alles über Mabon antworten

Die Herbst Tag- und Nachtgleiche oder das Herbstequinoctium ist das zweite Erntedankfest. Das Korn ist eingeholt, Lugh, der sich in der letzten Ärä versteckt, wurd gefangen. Die Opferung, John Barleycorns. Durch die Göttin wird der Gott zu Yule wiedergeboren und durch seinen Tot wird er der Herrscher der Unterwelt - ähnlich wie ein Schamane, der nur durch ein Nahtoderlebnis seine Kräfte erhält. Am Herbstequinox geht es allerdings nicht um die Opferung - dafür ist Lughnasad zuständig - sondern um das Erntedank, aber auch um den Wechsel in der Lebensweise, hervorgerufen durch die Ruhezeit. Persephone bereitet sich auf ihren Weg in die Unterwelt. Das Fest wird zwar nicht als eines der höchsten betrachtet, allerdings markiert es einen Eckpunkt, die Herbstsonnenwende. Auf der Reise nach Süden durchquert die Sonne den Äquator. Dies hat zur Folge, dass Tag und Nacht gleichlang sind. Es ist eine Zeit des Gleichgewichts, symbolisiert durch die Waage, deren Sternenzeit auch beginnt. Doch von nun an siegt die Nacht. Die Zeit der Ruhe beginnt, die Zeit der Rückbesinnung. Das Datum wurde mancherorts auf den 25. September festgelegt. In der christlichen Tradition ist dieses Datum als St. Michael (Michaelmas) bekannt, das Fest zu Ehren des Erzengels Michael. Michael, der Lucifer - den man auch als Lichtbringer übersetzen kann - in die dunkle Hölle verbannte. Hier sieht man besonders stark, dass auch das Christentum diese Symbolik übernommen hat und uminterpretiert hat. Jedes der vier Quartale und die Feste die ihnen zugrunde liegen, wurden einem Erzengel zugeteilt.
In der Mythologie ist dies auch der Zeitpunkt des Kampfes der Könige. Der Alte Gott wird von seinem jüngeren Zwillingsego getötet, dem Gott der Dunkelheit. Die Krönung des Gottes der Unterwelt wird jedoch erst zu Samhain gefeiert.


In dieser Zeit blickt man zurück auf was getan wurde, welche Arbeit geleistet. Man denkt nach, was alles geschehen ist und was noch geschehen könnte. Nicht umsonst die Zeit der Waage. Die Geschäftswelt ist oft nicht im Rhythmus der Natur, im Gegenteil, wenn die Natur nach arbeit ruft und die Saat geerntet wird, kommt ein Sommerloch der Ferien. Trotzdem kannst du die Herbst Tag und Nachtgleiche nutzen um dir zu überlegen welche Projekte du Angefangen hast, welche beendet und welche noch zu beenden sind. Was hast du seit Yule erreicht? Denk daran, es gibt keine Fehler, nur Feedback. Du kannst auch dein ganzes Leben betrachten und sehen, was du bis jetzt alles erreicht hast, was geschehen musste, damit du bestimmte Lektionen lernst. Und was hast du getan, für die Welt als ganzes? Für manche Arbeiten braucht man jemand anderen zur Unterstützung. Wer hat dich unterstützt? Und je nach dem, willst du vielleicht mit diesen Personen zusammen den Dank an die Ernte feiern. Wo dich andere unterstützen, wird deine Arbeit leichter und es geht schneller und besser als alleine. Deine Arbeit gibt anderen Unterstützung und so entsteht das Gleichgewicht wieder, die Waage.
Balance ist eines der wichtigsten Dinge im Leben. Betrachte das Gleichgewicht der Natur. Wo ein Gleichgewicht nicht mehr stimmt, gibt es ein Übermaß an etwas und die Waagschale kippt. Sie kann bedenklich steil kippen oder nur sanft. Aber die Gegenbewegung wird früher oder später kommen.
Jetzt beginnt auch die Zeit für nach innen gerichtete Magie - während vom Frühjahrsequinoctium bis zum Herbstequinoctium die Zeit für nach außen gerichtete Magie am besten war. Sprüche und magische Rituale, die deine innere Kraft stärken, werden jetzt mächtiger, als wenn du sie in der außwertigen Zeit sprichst.

Mabon
Es ist nicht lange her, da wurde ich auf etwas aufmerksam gemacht, nämlich das der Mythos um Mabon nichts mit dem Equinoctium zu tun hat, und das dieser Name eine neuere Erfindung ist. Ich überprüfte das sofort und fand heraus, dass dem tatsächlich so ist. In der Geschichtlichen Zeit sowieso, aber auch bei Gardner, Sanders, den Farrars und noch einigen "Alten" findet sich immer der Name Herbstequinox. Ich konnte nicht alle Bücher in ihrer chronologischen Reihenfolge überprüfen, das erste Buch, das ich zu hause hatte zum Nachschauen, wo ich Mabon als Namen für das Herbstequinox gefunden habe, ist das von Scott Cunningham "Wicca - a guide for the solitary practitioner" [Weiße Magie] (1988). Ich gehe aber davon aus, dass jemand anderes damit begonnen hat. Allerdings ist die Popularität so groß, dass auch auf den meisten Homepages Mabon steht und auch auf Postern und Bildern mit den Jahresfesten gerne Mabon steht - ich bin auch davon ausgegangen, dies sei der korrekte Name - es handelt sich dabei aber, wie bei Ostara, um eine neuere Erfindung.

Gottheiten:
Alle Weingötter, spezielle Dionysos und Bacchus, da speziell auch die Zeit des Weines beginnt eigenen sich diese sehr gut
Sterbende Gottheiten, wie Lugh und Bal, John Barleycorn, obwohl diese eher zu Lughnasad im Mittelpunkt stehen.
Persephone und Hades - die Eleusischen Mysterien, die sich um Persephone drehten fanden nicht zufälligerweise um dieses Datum statt.
Merkur,
Morgan,
Epona,
Pamona,
Herme

Magie:
Nach innen gerichtet,
Schutzmagie, alles was das Selbstwertgefühl stärkt

Mythologie:
Mabon und Modron
Persephone, Hades, Demeter

Farben:
Rot, Orange, Gold, Braun, Rost, Kupfer, Mahagoni, Violet

Kerzenfarben:
Orange, dunkel rot, gelb, indigo, braun

Steine:
Amethyst, gelber Topaz, Lapis Lazuli, Saphir, gelber Achat, Steine die im Fluss gesammelt wurden

Tiere:
Hunde, Wölfe, Raubvögel, Eulen

Mythische Wesen:
Gnome, Minotaurus, Sphinx, Zyklop

Pflanzen:
Weintrauben, Efeu, Haselnuss, Zeder, Tabak

Aroma für den Sabbat:
Frankincense, Myrrhe, Muskat, Jasmin, Sandelholz, Zimt

Symbole:
(Weizengarbe), Wein und Obst

Ritual Themen:
Erntedank, Nahrungsdank,
das Vergangene Jahr abwägen, was kann ich ernten, was kann ich fortschmeissen, was behalten
Identifizieren von unnötigen Angewohnheiten und Emotionalem Balast.
Für Gleichgewicht arbeiten
Denen geben die weniger glücklich sind

Weitere Aktivitäten:
Persephone Mythos
(Kornpuppen)
(Brot in Form eines Gottes oder einer Göttin backen und dann den Elfen und kleinem Volk opfern)
Eine Apfelpuppe machen
Wein selber herstellen oder Met
Einen Hexenbesen herstellen

Quelle

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