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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Paranormales
Aislinn Offline




Beiträge: 469

24.09.2004 13:44
RE: Die unheimlichen Weissagungen des Nostradamus antworten

Im Herbst 1939, als Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg entfesselte, machte sein Propagandaminister Josef Goebbels ihn auf eine Reihe bemerkenswerter, 400 Jahre alter Prophezeiungen aufmerksam. Sie stammten von einem Franzosen namens Nostradamus, und einige bezogen sich offenbar auf Hitler. Nostradamus hatte sogar beinahe den richtigen Namen getroffen, als er nämlich auf einen kommenden deutschen Führer namens Hister hinwies. Die Sache hatte nur einen Haken: Wie man die Weissagungen auch drehen und wenden mochte, Erfolg verhießen sie dem Dritten Reich nicht. Deshalb ließ Goebbels gefälschte Verse hinzufügen. Und 1940 warf die Luftwaffe über Frankreich und Belgien Tausende von "Nostradamus-Flugblättern" ab, auf denen zu lesen stand, Deutschland werde siegen, Südfrankreich aber vom Kampf verschont bleiben. Damit hoffte man zu erreichen, daß die Flüchtlingsströme sich nach Süden wandten, statt die Straßen nach Paris und zu den Kanalhäfen zu verstopfen. Im Gegenzug erdichtete nun auch der britische Geheimdienst ,,Nostradamus- Schriften", die allerdings von einem baldigen Sieg der Alliierten über die Achsenmächte sprachen.



Ein guter Mediziner - Michel de Notredame - der seinen Namen später latinisierte und sich fortan Nostradamus nannte - wurde 1503 in Saint-Re`my, einem kleinen Ort in der Provence, geboren. Seine Eltern waren Juden, konvertierten jedoch zum Christentum und erzogen Michel als Katholiken. Schon während des Studiums fiel er durch seine rednerische Brillanz auf. Er wurde ein berühmter Arzt, der durch seine Kunst in der Behandlung von Pestkranken und durch angebliche Wunderkuren Aufsehen erregte. Manche von seinen Heilerfolgen beruhten wohl darauf, daß er es ablehnte, seine Patienten zur Ader zu lassen - im frühen 16. Jahrhundert eine revolutionäre Neuerung. Seine prophetischen Gaben wurden offenbar, als er 1555 das erste von zehn Büchern veröffentlichte, die je 100 Weissagungen enthielten und in Versen geschrieben waren. Die Voraussagen reichen bis in das Jahr 3000 n. Chr. Nostradamus machte nie ein Geheimnis aus der Methode, mit der er die Zukunft erforschte. Auf ein Stativ aus Messing stellte er einen mit Wasser gefüllten Becher und blickte hinein, nicht anders als eine Wahrsagerin, die ihre Kristallkugel betrachtet. Manchmal freilich kam ihm ohne alle Hilfsmittel eine blitzartige Erleuchtung. So warf er sich eines Tages, als er in jungen Jahren Italien bereiste, vor einem vorbeigehenden Mönch namens Felice Peretti auf die Knie. Zum Erstaunen des Mönchs und der Umstehenden rief er aus: ,,Ich knie vor Seiner Heiligkeit." Im Jahre 1585 wurde der Mönch als Sixtus V. zum Papst gewählt. Ein andermal, während Katharina von Medici ihn besuchte, sah er gebannt auf einen Jungen aus ihrem Gefolge und verhieß ihm, er werde einst die französische Königskrone tragen. Dieser Junge war Heinrich von Navarra, der spätere Heinrich IV.

Bei einer anderen Gelegenheit versuchte ein französischer Edelmann, Nostradamus auf den Leim zuführen. Er bat ihn, das Schicksal zweier Ferkel vorherzusagen, die sich in seinem Stall befanden. Prompt kam die Antwort: Das dunklere der beiden werde sein Gastgeber essen, das hellere werde ein Wolf verschlingen. Sogleich befahl der Edelmann, das helle Schweinchen zu schlachten und zum Abendessen zu servieren. Als er später mit Nostradamus speiste, erfuhr er zu seiner Verblüffung, sein zahmer junger Wolf habe das Fleisch des hellen Ferkels fortgeschleppt. Er und sein Gast aßen nun tatsächlich das dunklere. Der Prophet sagte auch lange Zeit vorher das Jahr seines Todes - 1566 - und die näheren Umstände voraus: ,,Zurück von der offiziellen Reise, Gabe des Königs, ans Zimmer gebunden, wird sie ihm nichts mehr nützen, wird er zu Gott gegangen sein. Nächste Familie, Freunde und Verwandte treffen ihn schon gestorben an, nahe bei Bett und Bank.

Kurz vor seinem Tod machte Nostradamus einen Besuch bei Hof, und Karl IX. ernannte ihn zum Hofrat und königlichen Leibarzt. Bald darauf erkrankte Nostradamus an Wassersucht und konnte das Zimmer nicht mehr verlassen. Er starb allein und in der Nähe seines Schreibpultes. Vor seinem Ende ließ er eine Jahreszahl in eine metallene Plakette eingravieren, die ihm in den Sarg gelegt werden sollte. Im Jahre 1700 öffnete man das Grab, in dem Nostradamus seit 134 Jahren ruhte, um ihn an einem Ehrenplatz beizusetzen. Auf seinem Skelett lag die Plakette. Sie trug die Zahl 1700. Um nicht von der Inquisition der Zauberei beschuldigt zu werden, verklausulierte Nostradamus in seinen Weissagungen die Daten und bediente sich einer verwirrenden Mischung aus Anagrammen und Symbolen, aus Altfranzösisch, Latein und anderen Sprachen. Diese gewollte Verschleierung hat dazu geführt, daß seine Visionen auf die verschiedenste Weise aus gelegt wurden. Doch manche Voraussagen kommen der Wahrheit unheimlich nahe, so daß man ihn als den bedeutendsten Propheten bezeichnet, den Europa je hervorbrachte.




Quelle

Deathgrinder Offline



Beiträge: 262

25.09.2004 07:40
#2 RE: Die unheimlichen Weissagungen des Nostradamus antworten

naja Nostradamus hat ja sehr viel geredet und auch nicht sehr deutlich so das ja zwingent irgendwas eintreffen muß da man ja auch ne menge rein interprdtieren kann deswegen bin ich bei der sache eher skeptisch....!

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