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 Mythen
Deathgrinder Offline



Beiträge: 262

26.09.2004 07:47
RE: Walküren antworten

Walküren (altnordisch, "diejenigen, die bestimmen, wer auf dem Kampfplatz fallen soll"), in der germanischen Mythologie die Botinnen des obersten Gottes Wotan (Odin), die über die Schlachtfelder reiten, die gefallenen Kämpfer durch ihren Kuß zu ewigem Leben erwecken und sie nach Asgard entrücken.

aus: Meyers Grosses Taschenlexikon in 24 Bänden, 1981
Walküren waren ursprünglich finstere Kriegsgeister - schwarze Todesengel, die wie Raubvögel über den Schlachtfeldern schwebten und den Kämpfenden im Namen Odins ihr individuelles Schicksal zuteilten. Auserwählte Helden wurden aufgehoben und nach Walhall gebracht, dem himmlischen Wohnsitz von Odins Geisterarmee. In späteren nordischen Mythen werden die Walküren romantisch verklärt als Odins Schild-Töchter - Jungfrauen mit goldenem Haar und schneeweißen Armen, die den auserwählten Helden im prachtvollen Walhall unendlich viel Met und Fleisch auftrugen. Auf dem Schlachtfeld schwebten sie als liebliche Schwanentöchter oder herrliche berittene Amazonen über dem Getümmel. Diese wesentlich ansprechendere Darstellung wurde in der Wälsungen-Sage und dem Nibelungenlied weiterentwickelt, wo die Heldin, Brünhild oder Brunhild, eine wunderschöne gefallene Walküre war. Die idealisierten Walküren waren unendlich verletzlicher als ihre grimmigen Vorgängerinnen und verliebten sich häufig in sterbliche Helden. Vor allem die Schwanentöchter waren großer Gefahr ausgesetzt, da sie ohne ihr Gefieder auf der Erde leicht gefangen werden konnten.

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