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  • Thema von Fortuna im Forum Götter und Gö...

    Fortuna war die römische Göttin des Glücks, des Zufalls und des Erfolgs; aber auch des Schicksals. Als Personifikation dieser Attribute wurde sie mit der griechischen Göttin Tyche gleichgesetzt, obwohl diese eher negative Charakterzüge symbolisierte. Bereits die Griechen wandelten Tyche in hellenistischer Zeit ab, indem der Beiname agathe (=Ausruf: Wohlan!) für die guten Eigenschaften verwendet wurde.

    LG

  • Thema von Fortuna im Forum Götter und Gö...

    Ceridwen verkörperte den Todesaspekt der dreifachen Göttin. In ihr vereinen sich die Gegensätze von Leben und Tod besonders deutlich. Sie war die alte Sibylle des Herbstes, die Prophetin. Sie wurde auch als weiße, Leichen fressende Sau dargestellt, da das Schwein als Symbol der Muttergöttin angesehen wurde. Ceridwen besaß große Zauberkräfte und braute in ihrem magischen Kessel den Trank der Erkenntnis für ihren hässlichen Sohn Afangdu. Dieser Trank musste ein Jahr lang kochen und sollte von dem Knaben Gwion Bach bewacht werden. Ceridwen schärfte ihm ein, niemals davon zu trinken. Doch eines Tages spritzten ein paar Tropfen von dem Trank auf Gwions Finger. Ohne nachzudenken leckte er den Finger ab und erlangte dadurch großes Wissen und Erkenntnis. Ceridwen verfolgte den jungen Frevler, der sich durch viele Gestaltwandlungen vor ihrem Zorn zu retten suchte. Schließlich verwandelte er sich in ein Getreidekorn, das Ceridwen, in ein Huhn verwandelt, aufpickte. In ihrem Leib wuchs er zum großen Barden Taliesin heran. Seine Verschlingerin sorgte somit für seine Wiedergeburt:

    (Taliesin: größter Merlin von Britannien, "Der Merlin von Britannien")

  • Thema von Fortuna im Forum Götter und Gö...

    Brigit, Brigantia, Brigid, Urmutter und katholische Heilige
    Brigit war eine Verkörperung der dreifachen Muttergöttin und des Mondes. Sie und ihre beiden Schwestern, die ebenfalls Brigit hießen, waren die Göttinnen so unterschiedlicher Bereiche wie der Heilkunde, der Kriegskunst, der Landwirtschaft und der Dichtkunst. Darüber hinaus war sie Prophetin und Schutzherrin der Druiden. In Kildare (Irland) brannte Brigit zu Ehren ein ewiges Feuer, das von Priesterinnen gehütet wurde. Da es der römischen Kirche nicht gelang, den Kult um Brigit auszurotten, erklärte man sie kurzerhand zur katholischen Heiligen St. Brigid. Das Kloster ihres Ordens wurde vor allem wegen seiner Wunderheilungen und der Fruchtbarkeits- magie bekannt.

  • Thema von Fortuna im Forum Kräutergarten

    Die Arnika wird auch Bergwohlverleih genannt. Wohl weil sie vorwiegend in den Bergen wächst. Im Hochschwarzwald und den Vogesen gibt es einige Stellen, in denen sie reichlich vorkommt und die Wiesen leuchtend gelborange überzieht.

    Die Arnika ist eine starke Pflanze, die hauptsächlich äußerlich als Tinktur eingesetzt wird.

    Achtung! Arnika ist so scharf, daß sie in vielen Fällen am besten verdünnt angewendet wird. Manche Menschen reagieren auch allergisch auf Arnika. Für die, die sie vertragen ist sie jedoch ein starkwirkendes Mittel bei Verletzungen aller Art.



    Steckbrief
    Heilwirkung: Aphthen, Blutergüsse, Gelenkentzündungen, Rheuma, Herzbeschwerden, Krampfadern, Mundschleimhautentzündung, Neuralgien, Quetschungen, Rachenentzündung, Venenentzündung, Verstauchungen, schlecht heilende Wunden, Zahnfleischentzündungen, Zerrungen
    wissenschaftlicher Name: Arnica montana
    Verwendete Pflanzenteile: Blüten
    Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavone, Procyanidine, Helenalin
    Sammelzeit: Juli / August (teilweise geschützt)

  • Thema von Fortuna im Forum Kräutergarten

    In den letzten Jahren wurde die Aloe von vielen MLM-Vertrieben zum Wundermittel hochstilisiert und hat dadurch leider auch einiges an Ansehen verloren.

    Eigentlich ist die Aloe nämlich eine wunderbare Heilpflanze, die schon sei etwa 1930 in Mitteleuropa verwendet wird. In ihrer Heimat ist sie schon seit über 6.000 Jahren als Heilpflanze bekannt.

    Die Aloe wächst normalerweise in Wüstengegenden, ist in Mitteleuropa also nicht heimisch.

    Das Gel, das in den Blättern gespeichert wird, hat mannigfaltige Heilwirkungen, vor allem auf die Haut.



    Steckbrief
    Heilwirkung: Äusserlich:
    Verbrennungen (Sonnenbrand),
    schlecht heilende Wunden,
    Geschwüre,
    Insektenstiche,
    Ekzeme,
    Unreine Haut,
    Hautirritationen,

    Innerlich nur das Gel:
    Stärkung des Immunsystems,
    verschiedene Probleme des Magen-Darm-Traktes.

    Innerlich mit dem Harz (mit Vorsicht zu geniessen):
    Verstopfung

    wissenschaftlicher Name: Aloe vera und viele andere Aloe-Arten
    Verwendete Pflanzenteile: Das Gel in den Blättern.
    Bei Fertigprodukten wird häufig das gesamte Blatt verwendet. Dann enthält das Mittel auch das Harz (Aloin), das stark abführend ist.
    Inhaltsstoffe: Wasser, Aminosäuren, Mineralien, Vitamine, Enzyme, Glykoproteine, Anthrachinon- und Anthrazen-Derivate (nur im Blattharz = Aloin)
    Sammelzeit: Wenn die Blätter gross genug sind.


    Anwendung
    Die frischeste Aloe bekommt man, wenn man sie selbst im Haus anbaut. Sobald die Blätter gross genus sind, kann man sie abschneiden und das Gel, das darin enthalten ist verwenden.

    Unbedenklich ist die äusserliche Anwendung auf der Haut. Da kann man sie wirklich mannigfaltig einsetzen. Da das Gel gut kühlt, ist es vor allem angenehm bei so Sachen wie Sonnenbrand und Juckreiz.

    Die innere Anwendung ist jedoch umstritten, weil die Aloe ein recht starkes Abführmittel sein kann. Einige propagieren die Aloe als ständige Nahrungsergänzung und andere raten vollständig von der innerlichen Anwendung ab. Eines ist klar: Die ständige Verwendung von Abführmitteln ist schädlich, egal ob sie Aloe heissen oder nicht.

    Bei der innerlichen Anwendung sollte man vor allem unterscheiden, ob das jeweilige Aloe-Produkt das reine Gel enthält (dann ist es harmlos) oder ob es auch die anderen Bestandteile der Blätter enthält (dann wirkt es abführend).

    Im Supermarkt gibt es inzwischen sogar Aloe-Jogurt. Das hat sehr lecker geschmeckt; ich habe aber keine abführende Wirkung gespürt (wollte ich auch gar nicht) und ich hab mich danach auch nicht 10 Jahre jünger gefühlt. Es war einfach ein leckerer Fruchtjogurt.

    Wenn man die Aloe nicht selbst anbaut, dann würde ich empfehlen, genau hinzuschauen, woher man sie bezieht. In Supermärkten und Drogerien bekommt man diverse Aloe-Produkte, die teilweise auch sehr unterschiedlich im Preis sind. Wahrscheinlich ist auch die Qualität unterschiedlich; muss aber keinesfalls parallel zum Preis laufen. In Apotheken bekommt man wohl eher "seriöse" Produkte, aber bestimmt wollen auch die Apotheken vom "Wundermittel-Boom" der Aloe profitieren.

    Besonders ungern sehe ich die vielfältigen MLM-Vertriebe (Multi-Level-Marketing oder auch Strukturvertrieb), die sich auf die arme Aloe gestürzt haben. Meiner Meinung nach der grösste Nachteil solcher Vertriebe ist, dass sehr viele Leute an jedem Verkauf mitverdienen wollen. Eigentlich soll jeder Kunde am besten gleich Verkäufer werden und fleissig an alle weiterkaufen und vor allem neue Verkäufer anwerben. Von jedem angeworbenen Verkäufer bekommt er dann Prozente. Und so geht das dann mehrere Stufen nach oben, bis in die Chefetage. Und jeder von denen will Geld sehen. Eine Folge ist dann, dass endlos viele Leute in der Weltgeschichte rumziehen und einem das Zeug aufschwatzen wollen. Weil die vor allem Wert auf Marketing legen, erzählen sie einem dann auch das Blaue vom Himmel herunter über die hervorragenden Heilwirkungen. Das traurige daran ist, dass man solchen aufdringlichen Verkäufern kaum noch was glaubt; dabei hat die Aloe wirklich viele gute Einsatzzwecke. Sie ist fast so vielfältig wie die Brennessel, aber die Brennessel ist wohl kaum in Gefahr, von Strukturvertrieben in Beschlag genommen zu werden.

    Der langen Rede kurzer Sinn: Man kann davon ausgehen, dass Produkte, die man bei Strukturvertrieben kauft, teurer sind, als nötig wäre, weil so viele dran verdienen wollen. Wegen der markschreierischen Aufmachung weiss man auch nicht, welchen Versprechen man glauben kann und welchen nicht.



    Pflanzenbeschreibung
    Obwohl die Aloe aussieht wie ein Kaktus, ist sie eine Lilien-Art.

    Es gibt ca. 500 verschiedene Aloe-Arten, sie wachsen jedoch alle ursprünglich in wüstenartigen Gegenden.

    Der Name "Aloe" kommt aus dem Arabischen und bedeutet "bitter", denn die Schicht zwischen Blatt-Aussenwand und Gel schmeckt bitter.

    Die Pflanze hat meistens keinen Stamm und wächst mit bis zu 20 Blättern rosettenartig direkt aus dem Boden. Die Blätter werden bis zu 50 cm lang, sind dick und fleischig und etwa 6 cm breit.

    Man kann die Aloe recht gut zuhause im Topf anbauen. In Baumärkten und Garten-Centern wird sie häufig angeboten (leider nicht ganz billig). Sie braucht sandigen Boden, der gut entwässert ist, weil sie ja eine Wüstenpflanze ist. Im Topf wachsend braucht die Aloe Schatten; ist also für den Anbau im Haus durchaus geeignet. Wenn die Blätter gross genug sind (bei Pflanzen über 2 Jahre alt), kann man sie bei Bedarf abschneiden. Es sollten jedoch immer mindestens 12 Blätter stehenbleiben, damit die Pflanze sich gut weiterentwickeln kann. Eine Pflanze kann dann bis zu 10 Jahre alt werden.

  • Thema von Fortuna im Forum Kräutergarten

    Wer hat sie nicht, die klasssische Winterdepression?
    Die Menschen die darunter leiden sind Legion.
    Dabei hat das Ganze hauptsächlich was mit einem Mangel an Sonnenlicht zu tun.
    Hier springt das Johanniskraut ein.
    Es ist das wichtigste Mittsommerkraut und sammelt in der Zeit des Hochsommers massenhaft Sonnenlicht, um es in seinem roten Farbstoff zu speichern. Dieser rote Farbstoff gibt uns in der dunklen Jahreszeit das Licht der Sommersonnne zurück. Dafür hat es das Licht gespeichert.
    Daher ist Johanniskraut das wichtigste Kraut gegen Depressionen. Es wirkt sogar im Doppelblindversuch der Schulmedizin.

    Steckbrief
    Heilwirkung: Depressionen, Verdauungssystem, Wunden, Verbrennungen
    wissenschaftlicher Name: Hypericum perforatum
    Verwendete Pflanzenteile: das blühende Kraut, Blüten
    Inhaltsstoffe: Hypericin, Gerbstoffe, äther. Öl
    Sammelzeit: Ende Juni bis September


    Anwendung
    Du kannst das Johanniskraut in der Apotheke kaufen und als Tee aufbrühen und trinken.
    Am besten eine Kanne pro Tag - darf auch gern gesüßt sein ;-)))
    Oder du setzt das Johanniskraut in Alkohol an und stellst daraus eine Tinktur her.


    In welchen Mitteln ist Johanniskraut gegen Depressionen enthalten?
    In Apotheken kannst du Johanniskraut-Tinktur bereits fertig als "Hyperforat" kaufen.
    Ausserdem gibt es "Neuropas". Es enthält außer Johanniskraut noch Trockenextrakt aus Baldrianwurzeln, aus Passionsblumenkraut, aus Lerchenspornknollen und aus Eschscholtzienkraut.

    Siehe: Mehr Information über Depressionen

    Bei Kartarrhen der Verdauungsorgane kann das Johanniskraut als Tee oder Öl eingenommen werden.
    Das Öl hilft auch bei Muskelschmerzen, leichten Verbrennungen, infizierten Wunden, Geschwüren und Neuralgien.

    Siehe: Herstellung des Johanniskrautöls

    Achtung!
    Johanniskraut macht empfindlich gegen Sonneneinstrahlung. Nicht vor Sonnenbädern einnehmen oder einreiben.
    Die Wirkung mancher Medikamente, vor allem immunsuppressive Medikamente wird durch Johanniskraut abgeschwächt.


    Pflanzenbeschreibung
    Das Johanniskraut ist eine ca. 50 -100 cm hohe Pflanze, die rund um ihren Stengel kleine ovale Blätter hat. Im oberen Bereich ist die Pflanze buschig verzweigt. Die Blätter haben lauter rötlich-braune Punkte, die das rote Öl enthalten.
    Im Hochsommer blüht es goldgelb mit vielen Einzelblüten, die je 5 Blütenblätter haben.
    Die vielen braunen Staubblätter sind mit dunkelroten Drüsenpunkten übersät.
    Wenn du die Blüten zerdrückst, werden die Finger rötlich.
    Es wächst an sonnigen trockenen Stellen und ist häufig an Wegrändern, Waldrändern und Böschungen zu finden.

  • Thema von Fortuna im Forum Kräutergarten

    Der Salbei gehört zu den Kräutern, die im Mittelmeerraum heimisch sind, bei uns aber auch gut gedeihen. An der richtigen Stelle im Garten gepflanzt wuchert er über mehrere Quadratmeter.

    Sein Spezialgebiet ist die zusammenziehende und desinfizierende Wirkung.

    Dadurch wirkt er gut bei Halsschmerzen und ist bei Halsentzündungen aller Art die Pflanze der Wahl.




    Steckbrief
    Heilwirkung: Hemmung der Milchsekretion,
    Kehlkopfkatarrh,
    Mandelentzündungen,
    Mundschleimhaut- und Rachenentzündungen,
    Raucherhusten,
    starkes Schwitzen
    wissenschaftlicher Name: Salvia officinalis
    Verwendete Pflanzenteile: Blätter
    Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, d-Kampfer, Gerbstoff, Harz
    Sammelzeit: Mai oder September (vor oder nach der Blüte)

  • Thema von Fortuna im Forum Kräutergarten

    Die Ringelblume ist nicht nur als Heilpflanze bekannt, sondern steht auch in vielen Gärten als besonders üppig blühende Zierde.
    Ab Juni taucht sie viele Bauerngärten in leuchtendes Orange.

    Ihre Blüten sind ein hervorragendes Wundheilmittel, was die starke Verbreitung der Ringelblumensalbe erklärt.




    Steckbrief
    Heilwirkung: Blutergüsse,
    Gallenbeschwerden,
    Geschwüre,
    Magen- und Darmstörungen,
    Hautleiden,
    Quetschungen,
    Zerrungen,
    schlecht heilende Wunden,
    Ekzeme
    wissenschaftlicher Name: Calendula officinalis
    Verwendete Pflanzenteile: Blüten
    Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Bitterstoffe, Saponine
    Sammelzeit: Juni - Oktober


    Anwendung
    Die Ringelblume wird hauptsächlich äußerlich eingesetzt. Sie hilft bei:

    schlecht heilenden Wunden
    Entzündungen und Vereiterungen der Haut
    Ekzemen
    Wundliegen
    wunden Babypopos
    Brandwunden
    Krampfadergeschwüren
    Schmerzen in Amputationsstümpfen
    usw.
    Innerlich hilft sie bei:

    Magenbeschwerden
    Darmbeschwerden
    Gallenproblemen
    schmerzhafter Menstruation
    Sie kann auf verschiedene Weise angewendet werden:

    Tee (innerlich)
    Öl
    Tinktur
    Salbe
    Creme
    Umschläge


    Pflanzenbeschreibung
    Die Ringelblume wächst bei uns nicht wild, höchstens verwildert ist sie außerhalb von Gärten anzutreffen. Sie wird ca. 30-60 cm hoch. Der hellgrüne Stengel verzweigt sich vielfach, wenn die Pflanze genug Platz zur Verfügung hat.
    Die Blätter sind behaart, unten spatelförmig und nach oben hin kleiner und schmaler werdend.
    Die Blüten, die ab Juni über den ganzen Hochsommer hinweg anzutreffen sind, sind orange-gelb leuchtende Korblüten.

  • Thema von Fortuna im Forum Astrologie

    Astrologie - allgemeine Erklärung:

    In der Astrologie haben wir es mit vier Faktoren zu tun:

    * Planeten * Zeichen * Häuser * Aspekte

    Was bedeutet der Aszendent in Ihrem Horoskop?

    Das Sternzeichen, das zum Zeitpunkt der Geburt am östlichen Horizont aufgeht, wird Aszendent (ascendere = lat.: aufsteigen) genannt. Der Aszendent verändert sich alle 4 Minuten um 1 Grad und ist somit das Merkmal, das sich im Horoskop am schnellsten verändert.
    Man kann sich den Aszendenten als das erste Lichtbündel vorstellen, das auf das Wesen eines Kindes einstrahlt und von dem sein erster Eindruck der Welt geprägt ist.
    Der Aszendent beschreibt, wie wir uns spontan in der Welt bewegen. Er zeigt an, wie wir unsere Umwelt betrachten und mit welcher Einstellung wir auf unsere Mitmenschen zugehen. Mit unserem Verhalten kreieren wir unser Erscheinungsbild - das Bild, mit dem wir eine bestimmte Rolle in unserer Umwelt auskleiden.
    Wenn wir einem Menschen zum erstenmal gegenübertreten, verhalten wir uns entsprechend der Qualität unseres Aszendenten. Wir wollen z.B. freundlich oder selbstbewusst, mitfühlend oder intellektuell wirken. Wir geben nur diejenigen persönlichen Absichten und Gefühle von uns, die zu dem Bild passen, das wir vermitteln wollen. Jeder Umgang mit unserer Außenwelt ist geprägt durch unseren Aszendenten.
    Kraft des Aszendenten kann z.B. ein tiefes Gefühl kopfmäßig und kühl formuliert werden. Ebenso mag eine Wut auf den anderen durch höfliches Auftreten völlig abgeschwächt ans Licht kommen.
    Sowohl im Alltag als auch bei Liebe und Sex wird unser Verhalten vom Aszendenten maßgeblich mitbestimmt. Auch unser impulsives sexuelles Bedürfnis - angezeigt durch die Stellung des Mars - und unsere Erwartungen in unseren Liebesbeziehungen - beschrieben durch die Stellung der Venus - werden mit den Färbungen des Aszendenten geäußert werden.
    Bei all diesem kann uns Sexualität als Barometer dienen. Wir können an ihr erkennen, inwieweit wir die Seite in uns leben, die uns auf den anderen ausrichtet und auch bereit ist, sich anzupassen. Wenn wir diesen Teil leben, befreien wir unsere Partner von Schuldzuweisungen und Erwartungen, die einzig und allein in uns selbst zu finden sind.

    Die Zeichen -
    symbolisieren, wie die Energie zum Ausdruck kommt.
    Die Planeten in den Zeichen stehen für den Charakter, beziehungsweise für das individuelle Lebensmuster als Auswirkung der früheren Existenz. Die Zeichen zeigen auf welche Weise die planetarischen Energien gefärbt werden und wie sie zum Einsatz kommen.
    Die Planeten in den Zeichen stehen für Ihre Fähigkeiten, für Ihre Talente und ganz allgemein für die Möglichkeit, das, was von dem jeweiligen Planeten symbolisiert wird, zu erreichen.


    Die Häuser -


    zeigen, auf welchem Gebiet die Energien zum Ausdruck kommen und welche Umstände damit verbunden sind. Es geht hier um die Umgebung, in der Sie Ihr persönliches Schicksal entfalten. Die Häuser symbolisieren Gelegenheiten, die Sie in Ihrem Leben haben.


    Die Aspekte -


    der Fluss der Kräfte zwischen den Planeten - zeigen, wie wir unsere Energien zur Anwendung bringen, im Rahmen unseres magnetischen Feldes - auf nützliche oder auf negative Weise. An ihnen können wir ablesen, welche Neigungen und Anfälligkeiten im Hinblick auf unsere Taten und Erlebnisse bestehen.

    Ein Horoskop ist ein komplexes Gebilde aus vielen Aspekten, die miteinander vernetzt sind und sich gegenseitig beeinflussen, so wie Ihr Körper mit all seinen Funktionen. Ein einzelner Einfluß wirkt sich verändernd auf das ganze System aus. Das sollten Sie bedenken, wenn Sie einzelne Textbausteine zu Ihrem Horoskop lesen.
    Sie beschreiben quasi die Zutaten, die, für sich genommen, anders schmecken als der Kuchen, den Sie daraus backen.


    Konjunktion - 0°:

    Zwei (oder mehr) Planeten stehen eng zusammen am gleichen Platz im Tierkreis. Die zum Ausdruck kommenden Kräfte sind sehr konzentriert und beeinflussen sich gegenseitig auf das Innigste. Das kann sehr angenehm sein, wenn verwandte Kräfte aufeinander treffen, aber auch schwierig und spannungsgeladen, wenn sehr unterschiedliche Energien so nahe beieinander liegen

    Sextil - 60°:

    In diesem Aspekt sind zwei Planetenkräfte in verwandten Elementen (Feuer - Luft, Erde - Wasser) auf harmonische, mühelose Weise miteinander verbunden. Die vorhandenen Möglichkeiten müssen jedoch ergriffen werden, sonst verpuffen sie.
    Dieser Aspekt fordert also Initiative und bringt eine Schärfung des Bewusstseins.

    Quadrat - 90°:

    In diesem Aspekt sind zwei Kräfte aus sich fremden Elementen miteinander verknüpft (Feuer - Wasser, Erde - Luft), und es erfordert Engagement und Arbeit an sich selbst, um die darin enthaltenen Konflikte und Spannungen in konstruktive Lösungen umzuwandeln.
    Dieser Aspekt erfordert Mühen, hat jedoch sehr viel Energie für Veränderungsarbeit.
    Es lohnt sich, die Herausforderung anzunehmen.

    Trigon - 120°:

    In diesem Aspekt fließen zwei Kräfte des gleichen Elements (Feuer - Feuer, Erde - Erde, Luft - Luft, Wasser - Wasser) harmonisch zu einer Synthese zusammen. Seine Qualität ist angenehm und spannungsfrei, Sie können sich darin ausruhen, bei Übertreibung jedoch auch in Trägheit abgleiten.

    Quinkunx - 150°:

    Dieser Aspekt gehört zu den sogenannten Nebenaspekten, ist jedoch um so wirksamer, je weiter Sie in Ihrem Bewusstsein fortgeschritten sind. Zwei sich eher fremde Kräfte kommen in diesem Aspekt zusammen und erzeugen eine Sehnsucht, sie konstruktiv miteinander zu verbinden.
    Sie haben die freie Wahl, sich für diese Arbeit zu entscheiden, und Ihre Reife entscheidet darüber, ob Sie diesen kreativen Schritt der Verknüpfung tun.

    Opposition - 180°:

    In diesem Aspekt stehen sich zwei Kräfte polar gegenüber und schauen sich an. Sie erzeugen eine Spannung, die nach einem Ausgleich, einer fruchtbaren Synthese verlangt.
    Die beiden Pole wollen als zwei Seiten der Einheit erkannt werden.

  • Thema von Fortuna im Forum Öle und änli...

    100 ml Mandel Öl

    7 Tropfen Lorbeer Öl

    3 Tropfen Sandelholz Öl

    2 Tropfen Gewürznelken Öl

    7 Tropfen Rosmarin Öl

    Alle Öle zusammen mischen, und 7 Tage in einer dunklen
    Flasche ruhen lassen

  • Thema von Fortuna im Forum Öle und änli...

    10 ml Olivenöl

    7 Tropfen Salbei Öl

    9 Tropfen Myrrhe Öl

    9 Tropfen Lavendel Öl

    3 Tropfen Zitronengras Öl

    Alle Öle zusammen mischen und 9 Tage in einer dunklen
    Flasche ruhen lassen.

  • Thema von Fortuna im Forum Öle und änli...

    15 ml Jojobaöl

    7 Tropfen Salbeiöl

    7 Tropfen Wacholderöl

    3 Tropfen Lavendelöl

    Alle Öle zusammen mischen und 9 Tage in einer dunklen
    Flasche ruhen lassen.

  • Thema von Fortuna im Forum Wicca

    Original by: Darwydd MacTara (übersetzt für Boudiccas Bard von Ido (Garden Stone)

    1.) Das erste Prinzip ist das der Liebe, das in der Lehre


    "AN IT HARM NONE, DO AS THOU WILL"


    (Solange es niemandem schadet, tue was Du willst) zum Ausdruck kommt.


    a.) Liebe ist kein reines Gefühl, aber es ist ein Zeichen, wie sich ein Individuum zu anderen Wesen verhält.


    b.) Andere können durch Gedanken, Worte, Taten geschädigt werden. Gedanken sind hier mit inbegriffen, weil für den Hexer Gedanken wie Dinge sind und gerade solche Gedanken zu magischen Aktionen werden können - egal, ob sie bewußt angewendet werden oder unbewußt.


    c.) Es muß verstanden werden, dass das "none (niemandem, Anm.
    d. Übers.)" auch einen selbst einschließt - obwohl es zulässig ist, sich selbst zu schaden, um jemandem anderem zu helfen, wenn sich jemand dazu entschliessen sollte.


    d.) Als unethisch wird jeder Schaden verurteilt, der ohne Notwendigkeit einem Anderen zugefügt wird. Krieg ist in diesem Sinn eine Schädigung ohne Notwendigkeit, obwohl es obwohl es ethisch erlaubt ist, sich selbst zu verteidigen oder jemand anderen, sofern man darum GEBETEN WIRD.


    2.) Der Hexer muß die Kräfte des Universums anerkennen und mit ihnen harmonieren, in Übereinstimmung mit dem Gesetz der Polarität: Alles ist doppelt, alles hat zwei Polaritäten, alles hat seine Gegenseite, auf jede Aktion gibt es eine Reaktion, alles kann sich als aktiv oder reaktiv in Relation zu anderen Dingen offenbaren.


    a.) Die unendliche und äußerste Gottheit ist einzigartig und von einer transzendenten Ganzheit, jenseits unserer Grenzen und Ausdrucksmöglichkeiten. Es ist unseren menschlichen Kapazitäten nicht möglich, dieses Prinzip des kosmischen Ganzen zu verstehen und zu identifizieren, es sei denn, es offenbart sich uns in Teilen seiner Eigenschaften und Handlungen.


    b.) Eine der grundlegensten und bedeutungsvollsten Eigenschaften des Einen (die wir Menschen verstehen koennen) ist jene der Polarität, der Aktion und Reaktion. Daher erkennen Hexer die Einheit der Gottheit an, leben aber die Verehrung und Beziehung zu der archetypische Polarität verkörpert in Gott und Göttin, im All-Vater und in der grossen Mutter des Universums. Diese Seinsformen sind so nahe wie wir an den Einen trotz unserer menschlichen Eingrenzungen des Verstehens und der Ausdrücke herankommen können, obwohl es möglich ist, das göttliche Eine durch die Praxis der Mysterien auszuprobieren.


    c.) Harmonie besteht nicht in abstrakter Schönheit, sondern in der ausgeglichenen, dynamischen und gleichgewichtigen Zusammenarbeit und Beziehung.


    3.) Der Hexer muß dies anerkennen und im Rahmen des Ursache-Folge Gesetzes arbeiten; jede Tat hat ihre Reaktion und jeder Effekt hat seine Ursache. Alle Dinge geschehen nach diesem Gesetz, nichts in diesem Universum kann außerhalb, ohne dieses Gesetz geschehen, so daß wir nicht immer die Verbindung zwischen einem gegegebenen Effekt und seiner Ursache schätzen. Diesem untergeordnet ist das 'Gesetz der Drei', was besagt, dass alles, was passiert, dreifach zurückkehrt, egal ob gut oder schlecht. Unseren Taten folgt mehr, als Menschen normalerweise bemerken, die resultierenden Reaktionen sind auch ein Teil der Ernte bzw. des Erfolges.


    4.) Wie oben, so unten. Das, was im Makrokosmos existiert, existiert genauso in einem kleineren Maßstab und geringeren Teilen im Microkosmos. Die Kräfte des Universums gibt es auch im Menschen, obwohl sie meist untätig daliegen. Die Fähigkeiten und Kräfte können erweckt und genutzt werden, indem die richtigen Techniken praktiziert werden; daher schworen die Eingeweihten der Mysterien diese Geheimnisse vor Unwürdigen zu schützen: Zuviel Schaden kann durch jene angerichtet werden, die diese Kraft verantwortungslos benutzen - Schaden für sie und für andere, gemäß den Gesetzen der 'Ursache und Wirkung' und dem des 'Dreifachen Zurückkehrens'.


    a.) Seit unsere Philosophie lehrt, daá das Universum eine Manifestation des Göttlichen ist, kann es nichts mehr geben, was nicht an der Natur des Göttlichen teilnimmt; daher existieren die Kräfte und Eigenschaften des Göttlichen in allen Manifestationen, wenn auch in unterschiedlich starkem Masse.


    b.) Diese Kräfte können durch die verschiedenen Techniken der Mysterien erweckt werden; obwohl sie allein nur kleine Effekten bewerkstelligen, ist es möglich, durch sie die Kräfte des Universums zu benutzen. Dadurch kann die Menschheit auf die Kräfte der Götter Einfluß nehmen, einen Kanal für die Gottheit aufzubauen, damit diese in ihrer eigenen Manifestation agiert. Dies, fühlen viele, ist ein weiterer Grund für den Eid des Geheimnisses.


    c.) Seitdem das Universum der Körper des Einen ist, das viele der Eigenschaften des Einen besitzt, müssen seine Gesetze und Prinzipien das sein, durch das der Eine operiert. Beim Differenzieren des Bekannten vom Unbekannten kann man über die Göttlichkeit lernen - und dadurch über sich selbst. Beim Erproben der Mysterien kann man wirklich mehr über den Einen LERNEN. Dadurch ist die 'Craft' eine Naturreligion, genau so gut wie eine Mysterienreligion, die in der Natur den Ausdruck und die Offenbarung der Göttlichkeit sieht.


    5.) Wir wissen, daß alles im Universum in Bewegung und in Schwingung ist - und ein Ergebnis dieser Schwingung ist. Alles schwingt; alle Dinge steigen und fallen in einem gezeitlichen System, das zeigt, dass dem Universum und genauso dem Atom die Bewegung innewohnt. Sein und Energie sind zwei verschiedene Pole eines fortbestehenden Phänomens. Daher zelebriert und harmonisiert der Hexer damit und benutzt die Ströme des Universums und des Lebens wie es durch den Zyklus der Jahreszeiten und die Bewegung des Sonnensystems ausgedrückt wird. Diese rituellen Bräuche sind die acht großen Feste, die im 'Rad des Jahres' erwähnt werden. Weiterhin arbeitet der Hexer mit den Kräften und Gezeiten des Mondes, weil der der Vermittler von sehr viel Energie für unsere Erde und uns selbst ist.


    6.) Nichts ist tote Materie im Universum. Alle Dinge existieren, also leben alle Dinge - natürlich in einem ganz anderen Sinne als das, was wir als Leben bezeichnen. Aus dieser Sichtweise heraus weiß der Hexer, daß es keinen wahren Tod gibt, nur den Wechsel von einem Zustand zum anderen. Das Universum ist der Körper der Gottheit, daher besitzt es EIN übergeordnetes Bewußtsein. Alle Dinge nehmen Teil an diesem Bewußtsein, in variierenden Stufen von Gewahrsein.


    a.) Wegen diesem Prinzip sind alle Dinge für den Hexer heilig, weil alle am Leben des Einen teilnehmen.


    b.) Daher ist der Hexer ein 'natürlicher' Ökologe, weil die Natur solch ein Teil von uns ist, wie wir ein Teil der Natur sind.


    7.) Aus der Entwicklung des menschlichen Volkes heraus haben Zivilisationen viele verschiedene Variationen des Göttlichen verehrt. Diese universellen Kräfte wurden in Formen gekleidet, die für den Verehrer ausdrucksvoll das jeweilige Attribut der angesprochenen Gottheit darstellten. Das Benutzen solcher symbolischen Präsentationen der natürlichen und göttlichen Kräfte des Universums - oder verschiedener Gottformen - ist eine potente Methode um die Kräfte, die sie repräsentieren, zu kontaktieren und zu benutzen. Daher sind die Götter beides: Natürlich und wahrhaft und menschengemacht im dem Sinne, daß die verschiedenen Formen, in die sie gekleidet wurden, Produkte des menschlichen Strebens sind, die Gottheit zu kennen.


    a.) In Übereinstimmung mit dem Gesetz der Polarität, wurden diese Gottformen auf einen gleichen Nenner gebracht durch das eine große Gesetz, das besagt: Alle Götter sind ein Gott. Alle weiblichen Gottheiten sind eine Göttin. Es gibt nur einen Initiator. Dieses Gesetz ist ein Ausdruck unseres Verständnisses, daß alle Kräfte des Universums - egal, in welche Gott-Formen sie auch immer gekleidet wurden und mit welcher Kraft sie auch zusammengebracht wurden - in die fundamentale, grundlegende Polarität der Gottheit, der Großen Mutter und des All-Vaters aufgelöst werden können.


    b.) Der Nutzen der verschiedenen Götterformen besteht darin, aus verschiedenen ethischen Quellen oder Perioden zu schöpfen, was der Grund für die Differenzen zwischen den verschiedenen Traditionen und der Craft ist. Jede Tradition benutzt diese Formen - und dadurch ihre jeweiligen Namen, die die entsprechende Tradition am besten ausdrücken und das Verständnis der dargestellten Kraft erwachen läßt - in Übereinstimmung mit den Schwerpunkten der jeweiligen Tradition.


    c.) Weil wir wissen, das verschiedene Namen oder Präsentationen nur Ausdruck der gleichen göttlichen Prinzipien und Kräfte sind, verlangen wir von unseren Mitgliedern zu schwören, daß sie niemals die Namen verspotten, mit denen ein Anderer das Göttliche verehrt, gerade auch dann, wenn diese Namen differierend und scheinbar ausdrucksloser sind als unsere und die Gottformen, die von unserer Tradition genutzt werden (Für die Mitglieder anderer Traditionen, die ihre Namen benutzen, mögen die unseren leicht als weniger ausdrucksvoll scheinen).


    8.) Ein Hexer verweigert die Erlaubnis, sich durch die große Schuldneurosen bestechen zu lassen, die durch die Menschheit im Namen des Göttlichen erschaffen wurden; dadurch wird das Selbst von der Sklaverei des Verstandes befreit. Der Hexer drückt Verantwortlichkeit für seine Aktionen aus und akzeptiert ihre Konsequenzen; Schuld wird zurückgeworfen als Hemmung der Selbst-Aktualisierung und ersetzt durch die Anstrengungen des Hexers, die Lehren des Nicht-Verletzens, der Verantwortung für die eigenen Aktionen und des Zieles, die vollen Kräfte des Individuums zu erhalten, zu befolgen.


    a.) Wir glauben, daß das menschliche Wesen ohne angeborenene Schuld geboren wird und sehen, dass die Konzepte der Sünde und Schuld enorm hemmend auf das menschliche Potential wirken; die Konsequenzen aus dem "Ursache-Folge"-Gesetz, von manchen Karma genannt, sind keine Bestrafung, sondern die Rückkehr der Situationen und ihrer Effekte, weil das Individuum noch nicht die Weisheit erreicht hat, um mit solchen Situationen umzugehen oder sie zu verhindern.


    b.) Es gibt keinen Himmel - außer dem, den wir uns selbst mit unserem Leben auf der Erde schaffen; genauso gibt es keine Hölle - nur die Ergebnisse unseres unwissenden Handelns. Viele von uns glauben an einen Warteplatz, manchmal Sommerland genannt, wo wir ausruhen, uns erholen und für den nächsten Aufenthalt auf der Erde vorbereiten. "Der Tod ist nicht gefolgt von Bestrafung oder Belohnung, aber von Leben und dem Fortfahren der Evolution unseres menschlichen Potentials."


    c.) Niemand kann das Göttliche in sich selbst verdammen; er kann sich nur selbst vom ihm trennen, indem er sich der Weisheit verweigert und ebenso dem Streben nach Selbstverwirklichung. Dieses Trennen führt aber nicht etwa zu persönlichen Leiden in der Hölle, sondern zu einer leeren Hülle, einer Person oder Gedankenform ohne den Funken des Göttlichen Feuers.


    9.) Wir wissen von der Existenz der Lebenskraft, die alle lebenden Dinge einschließt; es ist, was insgesamt existiert. Wir wissen, das ein Funke des Göttlichen Feuers in allem und jedem ist, was existiert - und daß nichts stirbt, nur die Form der Existenz verändert sich. Wir wissen, daß der Funke des Göttlichen Feuers immer wieder zur Manifestation zurückkehrt, um sein Potential voll zu realisieren, letztendlich die Spitze und Essenz des puren Seins entwickelnd. In diesem Prozeß der Reinkarnation kehrt jede Form der Existenz in derselben Form wieder; obwohl seine immer zunehmende Verwirklichung zu höheren Stufen eben jener Form führen kann. Der Mensch kehrt als Mensch zurück, die Katze als Katze, ein Mineral als Mineral. Jedes Art einer Form entwickelt sich so, wie sich jede andere Art dieser Form entwickelt.


    10.)Dieser Prozeß der Evolution durch aufeinanderfolgende Reinkarnationen in manifestierten Formen arbeitet durch die Verwendung der erreichten Weisheit, der Essenz des Lebensexperiments. Diese Essenz oder Weisheit ist ein Attribut des Funken in jedem selbst, eins und untrennbar.


    11.)Wir müssen unseren Körper schützen, weil er der Träger für den Funken des Lebens ist, die Form, in der wir ankommen. Also müssen wir unseren Körper von seinen Krankheiten heilen und ihn als perfekt abgestimmtes Werkzeug erhalten; wir müssen andere heilen (sowohl physisch als auch psychisch) soweit es in unserer Macht steht. Aber wir können nicht das Leben anderer stören, auch nicht, um zu heilen, es sei denn, sie bitten darum oder wir haben ihre ausdrückliche Genehmigung dazu. Der Grund für diese offensichtliche Einschränkung ist, daß wir mit einem freien Willen ausgestattet sind - und wo die Götter zögern zu helfen, mischen wir "reine" Sterbliche uns besser nicht ein.


    12.) Mit Harmonie und unter Verwendung von Harmonie wird die große Naturkraft Magie angerufen. Durch Magie sprechen wir - nicht vom Übernatürlichem, aber vom übrigen Natürlichen - aber ihre Gesetze und Applikationen sind bis jetzt nicht von der Wissenschaft anerkannt. Der Hexer muß danach streben, diese Kräfte anzuerkennen, ihre Gesetze zu erlernen, sich selbst mit ihnen abzustimmen und sie anzuwenden. Der Hexer muß sich aber auch davor bewahren, durch diese Kraft korrumpiert zu werden, wenn er sie NUR zum Erreichen eigener Ziele anwendet; daher muß er streben, der Menschheit zu dienen: Entweder durch den Dienst in der Priesterschaft oder durch Vorbild für und Einwirkung auf das Leben Anderer. Die Wahl zwischen diesen beiden Wegen muß in Abstimmung mit der wahren Natur des Hexers getroffen werden.

    [f1][ Editiert von Moderator Fortuna am 27.08.2004 12:50 ][/f]

  • Thema von Fortuna im Forum Wicca

    Das "Hexen-Kredo"

    (Übersetzung aus dem Englischen von Gardenstone
    ©Copyright GardenStone 1994)= ist nur eine Übersetzung, es gibt mehrere ausführungen, trotzdem laufen sie im Endefeckt alle auf das gleiche hinaus

    Auf das Hexenrecht wirst Du bauen
    in wahrhafter Liebe und rechtem Vertrauen,


    lebe und lass alle anderen leben,
    sei mäáig beim Nehmen und mäáig beim Geben.


    Zieh den Kreis auf dreimal aus,
    und halte alles Böse draus.


    die Sprüche werden wirksam sein,
    wenn sie geschmiedet sind im Reim.


    Die Augen sanft, Berührung zart,
    Zuhören vor Reden sei deine Art.


    Wächst der Mond, geh sonnenwendig,
    tanz und sing das Pentakel lebendig.


    Doch heult ein Wehrwolf beim blauen Eisenkraut,
    geh der Sonne entgegen, denn der Mond wird abgebaut.


    Wenn der Göttin Mond im neuen Stand
    küss' dann zweimal Ihre Hand.


    Acht' den Vollmond, sei bereit,
    für Sehnsucht im Herzen ist die richtige Zeit


    Läßt der mächtige Nordwind sich spüren,
    streich die Segel und schließe die Türen.


    Der Wind aus dem Süden bringt Herzen zum Blühen,
    auch Du kannst mit ihm in Liebe erglühen.


    Neuigkeiten wird der Ostwind entschleiern,
    erwarte und bereite Dich vor auf das Feiern.


    Hat der Wind aus dem Westen zu befehlen,
    unruhig sind dann die wandernden Seelen.


    Neun Hölzer sind für den Kessel gut,
    brenn sie schnell mit sanfter Glut.


    Der Baum der Göttin ist weise und alt,
    schade ihm und ihr Fluch ist dein Gehalt.


    Erreicht das Jahresrad Walpurgisnacht,
    brenne ihr Feuer in voller Pracht.


    Ist das Rad bei Jul arriviert,
    dann zünde die Fackeln und Pan regiert.


    Alle Pflanzen sollst Du pflegen,
    denn das trägt der Göttin Segen.


    Die murmelnden Gewässer sind dein Gewissen,
    wirf einen Stein und du wirst es wissen.


    In deiner Not wirst Du Dich bewähren
    und nicht den Besitz deiner Nächsten begehren.


    Läßt Dich nicht mit den Toren ein,
    sie bringen Dich in falschen Schein.


    Empfangen und Abschied mit Wärme gemacht,
    dein Herz wird zum glücklichen Glühen gebracht.


    Das Dreifach-Gesetz sei dein leitender Faden,
    dreimal bringt's Glück und dreimal den Schaden.


    Wenn Mißgeschick regiert dunkle Tage,
    auf deiner Stirn einen Stern dann trage.


    Die, die dich lieben, wirst nie Du betrügen,
    sonst werden auch sie Dich ins Antlitz belügen.


    Zum Schluß noch acht Worte und da gilts:
    SCHADET ES KEINEM, DANN TU, WAS DU WILLST !


    ("Tu was du willst sei das ganze Gesetz", ist auch eine lehre von Crowly, der verantwortlich ist für den "Neo-Satanismus", obwohl ich überhaupt nicht finde dass das etwas mit Satanismus zu tun hat... außer aus christlicher Sicht vielleicht...)

    [f1][ Editiert von Moderator Fortuna am 27.08.2004 12:46 ][/f]

  • Thema von Fortuna im Forum Hexen

    Aufstellen: Stelle in jede der vier kardinalen Richtungen eine Kerze. Wende dich in Richtung Norden und ziehe den Kreis mit einem Schwert oder einer Athame. Visualisiere, während du das tust, wie die Kraft vom Ende des Schwertes in den Kreis fließt. Ziehe den Kreis von Osten nach Norden bzw. in Richtung des Uhrzeigersinns. Sprich:


    Schwarze Geister und weiße,
    Rote Geister und graue,
    hört auf die Rune, die ich nenne.
    Vier Ecken des Kreises,
    webt den Zauber,
    Osten, Süden, Westen, Norden,
    erzählt eure Geschichte.
    Der Osten steht für den Tagesanbruch,
    Der Süden ist weiß zur Mittagszeit,
    Im Westen ist das Zwielicht grau,
    Und der Norden ist schwarz,
    der Ort der Kraft.
    Dreimal wird der Kreis gezogen.
    Ihr Großen,
    Geister der Vergangenheit,
    seid Zeuge dessen und bewacht ihn gut.

  • Thema von Fortuna im Forum Mythen

    Troja, die mächtige Stadt am Ufer des Flusses Skamandros, hatte nun 10 Jahre lang allen Anstürmen der Griechen standgehalten. Odysseus List sollte sie jedoch zu Fall bringen und nur wenigen Trojanern gelang die Flucht aus der brennenden Stadt. Unter ihnen befand sie Aeneas, der Sohn des Anchises und der Göttin Venus. Gewarnt durch einen Traum, den seine Mutter ihm geschickt hatte, wachte er in der Nacht auf und hörte das Kampfgetümmel. Eilig mahnte er seinen Vater Anchises, seine Frau Kreusa und seinen Sohn Askanios zum Aufbruch. Doch der Vater weigerte sich, die Stadt zu verlassen. Da züngelte eine Flamme über dem Haupt seines Enkels ohne diesen zu verletzen. Dieses Omen überzeugte Anchises und er willigte in die Flucht ein. Da er blind und gelähmt war, nahm ihn Aeneas auf seine Schultern. Mit seinem Sohn Askanios an der Hand und gefolgt von seiner Frau eilten sie durch die brennenden Gassen. In dem Gewirr des Kampfgetümmels verlor er jedoch seine Frau Kreusa und konnte sie nicht mehr wieder finden.

    Auf der Flucht schlossen sich ihm weitere Trojaner an und gemeinsam erreichten sie das Ufer des Meeres. In einer kleinen Hafenstadt zimmerten sich die Flüchtlinge Schiffe und brachen schließlich gegen Westen auf. Auf der Insel Delos befragten sie im Tempel des Apollon das Orakel um Rat. Dieses prophezeite ihnen rätselhaft:

    Hartes Dardanervolk, ein Land, das vom Stamme der Väter
    Euch ursprünglich schon trug, es empfängt euch kehrend nun wieder
    In dem lachenden Schoße. Die alte Mutter, nun sucht sie!
    (Aeneis 3, 94-96)

    Anchises erinnerte sich daran, dass Teukrus, der Ahnherr der trojanischen Könige, aus Kreta gekommen war und freudig machten sie sich so nach Kreta auf. Doch das Land nahm sie nicht wohlgesonnen auf, sondern plagte sie mit schweren Heimsuchungen. Verzweifelt fragten sie Aeneas um Rat, was zu tun sei. Sorgenvoll legte dieser sich zum Schlafen nieder und war überrascht, als ihm im Traume die heiligen Hausgötter aus seiner Vaterstadt Troja erschienen, die er aus den Flammen gerettet hatte. Diese erhellten ihm den Orakelspruch. Die alte Mutter, die sie suchen sollten, sei Italien, den von dort stammt Dardanus, der Gründer Trojas.

    So machte sich Aeneas mit seinen Gefährten erneut auf den Weg. Auf ihrer Fahrt landeten sie auch auf den Stophaden. Froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, gingen sie an Land und schlachteten sogleich Rinder und Ziegen. Doch hier hausten auch die schrecklichen Harpyien, vogelartige weibliche Wesen. Kreischend stürzten sich diese auf das bereitete Mahl und beschmutzten es mit Unrat. Tapfer kämpften die Helden gegen diese Ungeheuer und konnten sie schließlich verjagen. Doch eine der Harpyien kündete ihnen fürchterliches: "Das Land Italien werdet ihr wohl erreichen. Doch nicht eher werdet ihr das Land in Besitz nehmen können bis der Hunger euch zwingt, an euren eigenen Tischen zu nagen und sie zu verschlingen."

    Entsetzt segelten die Trojaner weiter. Lange nun irrten sie umher und hatten vielerlei Abenteuer zu bestehen. Viele seiner tapferen Gefährten büßte Aneas bei der schwierigen Reise ein. So auch seinen geliebten Vater Anchises, den er auf der Insel Sizilien begraben musste.

    Sie hatten schon die italienische Küste vor Augen als die rachsüchtige Göttin Juno ihnen einen fürchterlichen Sturm schickte. In ihr tobte nämlich immer noch der Hass darüber, dass der trojanische Königssohn ihr den Preis der Schönheit versagt hatte. Hilflos trieben die Schiffe auf den rollenden Wellen des Meeres und drohten alle unterzugehen. Als der Meeresgott Neptun jedoch gewahr wurde, was seine Schwester in seinem Reich anrichtete, beendete er sogleich das Toben der Winde.

    So landeten Aeneas und seine Gefährten an den Küsten Nordafrikas. Als nun Aeneas die Gegend erkundeten fand er eine Stadt, die sich im Bau befand. Mit großem Eifer war man am Werke, mächtige Mauern zu errichten. Hier herrschte die schöne Königin Dido, die einst aus Tyrus geflohen war als ihr Bruder den Gemahl erschlagen hatte. Herzlich begrüßte sie Aeneas und seine Gefährten und gewährte ihnen Gastfreundschaft.

    Die Göttin Venus sorgte indessen dafür, dass sich Dido unsterblich in ihren Sohn Aeneas verliebte, um so seine Sicherheit zu gewährleisten. So wurden die beiden ein Liebespaar und Aeneas vergaß all die Mühsal, der er zuvor durchlitten hatte. Italien und der neue Staat, der dort gegründet werden sollte, geriet nach und nach in Vergessenheit. Doch der Gott Jupiter wachte über das Schicksal des Aeneas, das ihm bestimmt war und zur Gründung Roms führen sollte. Er schickte den Götterboten Merkur zu Aeneas, um ihn an seine Pflichten zu erinnern und zum Aufbruch zu mahnen.

    So aus seiner Leidenschaft zu Dido herausgerissen rüstete er schon bald zum Aufbruch. Mit schweren Vorwürfen überhäufte die Königin ihn, bettelte und flehte, doch nichts konnte den Helden von seinem Entschluss mehr abbringen. Als sie von ihrer Festung den Geliebten fortsegeln sah, entschloss sie sich zum Selbstmord. Sie lies einen Scheiterhaufen errichten, auf dem sie sich in ihr Schwert stürzte und schließlich in den Flammen verbrannte.
    Endlich nun landete Aeneas mit seinen Gefährten an der Westküste Italiens, nahe der Tibermündung. Hier, im Lande Latium, herrschte der schon sehr alte König Latinus. Aeneas ließ die Schiffe auf das Land treiben und suchte unter den schattigen Bäumen Erholung nach der anstrengenden Reise. Hungrig richteten sie sich Speisen her und da sie zu faul waren, ihr Essgeschirr vom Schiff zu holen, buken sie Weizenfladen, auf denen sie die Speisen legten. Als ihr kleiner Vorrat verzerrt war, aßen sie auch die Weizenfladen auf. Da sprach der kleine Askanios lachend: "Wir verzehren ja unsere eigenen Tische." Erregt sprang Aeneas auf und dankte Jupiter dafür, dass er die einst so schreckliche Prophezeiung der Harpyien so gnädig gewendet hatte.

    Schon bald hielten sie Einzug in die prächtige Stadt des Königs Latinus. Der war beeindruckt von der herrlichen Gestalt und dem edlen Gemüte des Aeneas. Ein Orakelspruch hatte ihm verheißen, dass aus der Fremde sein Eidam kommen würde, dessen Nachkommen die Welt beherrschen sollten. Und so versprach er seine Tochter Lavinia dem Aeneas zur Frau.

    Doch dies gefiel der Gattin des Latinus nicht, deren großer Wunsch es war, ihre Tochter mit Turnus, dem Königssohn der benachbarten Rutuler, zu vermählen. Dieser hatte auch schon um Lavinias Hand beim König geworben. Daher säte sie Misstrauen zwischen ihrem Gemahl und Aeneas. Und auch Turnus rüstete zum Krieg, um den frechen Eindringling zu vertreiben. Schon bald entbrannte ein heftiger Krieg, der erst beendet wurde als Aeneas Turnus im Zweikampf besiegte. Auch der Zwist mit dem König Latinus konnte beseitigt werden, so dass Aeneas endlich die schöne Lavinia zur Frau nehmen konnte. Und so wurde Aeneas zum König in Latium als der alte Latinus starb.

    Doch den Rutulern wurmte die Niederlage, die sie erlitten hatten. Und so verbündeten sie sich mit den Etruskern und griffen die Latiner erneut an. Wild wogte die Schlacht hin und her bis Trojer und Latiner erneut siegreich waren. Doch hoch war der Preis, den sie bezahlen mussten. Denn ihr geliebter König Aeneas wurde von den Fluten des Flusses Numikus mitgerissen und nie wieder gesehen.

    Seinen Sohn Askanios, der sich bald darauf nach seiner troischen Heimat Ilos den Namen Iulus gab, machten sie zum neuen König. Er schaffte es, dass Frieden zwischen den Etruskern und den Latinern eintreten sollte. So wuchs die Stadt Lavinium stetig bis ihre Mauern die Bewohner nicht mehr fassen konnten. Da verlies Iulus die Stadt und gründete am Fuße der Albanerberge Alba Longa, die "lange weiße" Stadt. Von hier aus regierten über dreihundert Jahre seine Nachkommen über die Landschaft in den Flussniederungen des Tiber.

  • Thema von Fortuna im Forum Mythen

    Aeneas Sohn Ascanius war der Ahnherr der Erbmonarchie, deren Könige nach seinem Sohn alle den Beinamen Silvius trugen. Proca hieß der elfte König dieser Dynastie. Dieser hatte zwei Söhne, Numitor und Amulius. Beiden waren jedoch gänzlich unterschiedlich von ihrer Art her. Numitor war sanft und gutmütig während sein Bruder ein unbeherrschtes und aufbrausendes Wesen besaß. Aus Herrschsucht stürzte er seinen Bruder vom Thron und verbannte ihn. Numitors einzigen Sohn ließ er hinterrücks auf der Jagd töten, um sich den Thron so zu sichern. Rhea Silvia machte er zur Priesterin der Vesta, die durch strenges Gelübde zur Jungfräulichkeit gezwungen waren. So wollte er verhindern, dass männliche Nachkommen seine Herrschaft streitig machen würden.

    In einem Heiligen Hain traf Rhea Silvia jedoch auf den Gott Mars, der sie zu seiner Gemahlin erkor und sie zur Mutter von Zwillingen machte. Amulius war außer sich vor Zorn, als er von der Geburt der Zwillinge Romulus und Remus erfuhr. Sofort befahl er, die beiden im Tiber zu ertränken. Doch die Diener führten seinen schrecklichen Auftrag nachlässig aus. Anstatt sie zu töten, setzten sie sie in einem Korb auf dem Fluss aus. Schließlich trieb der Korb unter einem alten Feigenbaum ans Ufer. Dort jammerten die Knaben vor Angst und Hunger. Eine Wölfin, die ihren Durst am Fluss löschen wollte, hörte ihr Klagen. Sie nahm sich der ausgesetzten Kinder an und säugte sie.

    Eines Tages kam der Hirte Faustulus auf der Suche nach seinen Tieren an der Höhle vorbei und fand die Knaben vor. Er hatte Mitleid mit ihnen und nahm sie zu seiner Frau Larentia mit nach Hause. Unter der liebevollen Sorge ihrer Pflegeeltern wuchsen sie zu kräftigen und stattlichen Jünglingen heran. Da zu der Zeit die Hirten von Straßenräubern geplagt waren, die ihr Vieh stahlen, scharrten die Brüder treue Gesellen um sich, die den frechen Räubern die Beute wieder abjagten. Die so um ihr Diebesgut betrogenen Räuber sannen auf Rache und wählten dazu das alljährlich Fest der Luperkalien aus, um einen Hinterhalt zu legen. Heftig wehrten sich die beiden Brüder, doch es gelang den Räubern, Remus gefangen zu nehmen. Sie brachten ihn zu Numitor, denn es waren seine Diener, die für diese schändlichen Überfälle verantwortlich waren, um diesen als angeblichen Räuber hinzustellen und hinrichten zu lassen. Erstaunt starrte der einstige König auf die herrliche Gestalt von Remus, die ihm so vertraut vorkam. Als Faustulus und Romulus in den Palast eindrangen und der Hirte erzählte, unter welchen seltsamen Umständen er die Zwillinge gefunden hatte, war dem König alles offenbar. Glückselig schloss er seine Enkel in die Arme. Zusammen nun mit allen getreuen Hirten überfielen sie den Königspalast und töteten den Thronräuber Amulius. So wurde Numitor als rechtmäßiger Herrscher wiedereingesetzt und er regiert von Alba Longa aus weise das Land.

    Die Stadt Alba Longa und auch das Land Lavinium erblühte unter der weisen Herrschaft des Königs Numitor und so gab es bald einen Überschuss an Menschen. Da beschlossen Romulus und Remus an der Stelle, wo sie von der Wölfin so wunderbar gerettet worden waren, eine neue Stadt zu bauen. Sie sollte herrlicher als Alba Longa und zum Nabel der Welt werden.

    Doch wer von beiden sollte über die neue Stadt herrschen? Da sie Zwillinge waren, gab es bei ihnen nicht das Recht des Erstgeborenen und so sie wandten sie sich an die Götter. Ein Orakel des Vogelfluges sollte die Entscheidung treffen, welcher der Brüder zum Herrscher werden sollte. Remus bezog auf der Höhe des Aventius Stellung, während Romulus dies auf dem Palantinus tat. Bald schon sandten die Götter ihr Zeichen. Zuerst erschienen dem Remus sechs Geier. Sofort schickte er Boten zu seinem Bruder, die ihm dies berichten sollten. Dann jedoch zeigten sich dem Romulus zwölf Geier. Da entbrannte ein Streit darüber, ob nun die Anzahl oder die Zeit den Ausschlag geben sollte.

    Romulus, überzeugt davon, dass es ihm bestimmt war, über die neue Stadt zu herrschen, fing sofort mit dem Bau an. Er steckte den Platz ab und zeichnete mit einem Pflug den Standort der Mauer. Nur langsam ging der Bau der schützenden Mauer voran. Remus sprang lachend über die noch niedrige Mauer, um seinen Bruder zu zeigen, wie wenig er von diese Werk hielt. Da packte den Romulus der Zorn und er streckte ihn mit seinem Spaten nieder. "Jedem solle in Zukunft das gleiche geschehen", rief er wütend, "der über meine Mauern springt." Und so wurde er zum alleinigen Herrscher der neuen Stadt, der er den Namen Roma gab.
    Aus Reue für seinen Brudermord und um die Götter wieder friedlich zu stimmen, stellte er einen zweiten Thron neben dem seinen auf, um so zu zeigen, dass er die Herrschaft mit seinem Bruder teilen wolle.

  • Thema von Fortuna im Forum Mythen

    Einst war das Alter, da alles nicht war,
    Nicht Sand noch See noch salzge Wellen,
    Nicht Erde fand sich noch Überhimmel,
    Gähnender Abgrund und Gras nirgend
    (Jüngere Edda, 4)

    Wie ein roter Faden zieht es sich durch die Nordische Mythologie, und auch die Entstehungsgeschichte der Welt, wie die alten Wikinger sie sich vorstellten, ist davon bestimmt: Gewalt, Brutalität und Tod.

    Vor der Schöpfung gab es eine kalte Welt, Niflheim, ganz Eis und Kälte. Und es gab eine heiße Welt, Muspelheim, ganz Glut und Feuer, deren Grenze von Surtur mit dem flammenden Schwert bewacht wurde. Dazwischen liegt Ginnungagap, das geheimnisvolle Nichts, die gähnende Leere.

    Im kalten Niflheim ist der Brunnen Hwergelmir, aus dem zwölf Flüsse entspringen. Auf der Seite Ginnungagaps, die Niflheim zugewendet ist, gefriert das Wasser zu Eis, welches sich immer weiter nach Süden ausdehnt, dem warmen Muspelheim zu, bis Eis und Feuer schließlich aufeinandertreffen. Daraus entsteht das erste Lebewesen, der Frostriese Ymir, aus dessen Schweiß noch ein Mann und eine Frau entstehen und der mit den Füßen zwei Söhne zeugt, so dass er zum Vater des Geschlechts der Riesen wird. Er ernährt sich von der Milch der Kuh Audumla, die aus schmelzendem Eis heraus zum Vorschein gekommen ist. Sie selbst ernährt sich, indem sie das salzige Eis leckt und nach einer Weile leckt sie daraus den ersten Mann, Buri, hervor, der mit einer Riesin seinen Sohn Bör zeugt, dessen Söhne wiederum Odin, Wili und We sind, also Wotan, Hönir und Loki, die ersten drei Asen und zugleich die vornehmsten.

    Diese drei Asen erschlagen nun den Riesen Ymir und bilden aus den Überresten seines Körpers die Welt.

    Aus Ymirs Fleisch ward die Erde geschaffen,
    Aus dem Schweiße die See,
    Aus dem Gebein die Berge, die Bäume aus dem Haar,
    Aus der Hirnschale der Himmel.
    Aus den Augenbrauen schufen gütige Asen
    Midgard den Menschensöhnen,
    Aber aus seinem Hirn sind alle hartgemuten
    Wolken erschaffen worden.
    (Jüngere Edda, 8)

    Aus dem Blut des Riesen wird das Weltmeer, das die Erde umschließt, darin ist die Erde befestigt. Die Hirnschale, die den Himmel bildet, wird mit vier Hörnern über die Erde erhoben, darunter sitzen die Zwerge Austri, Westri, Nordri und Sudri. Sie erleuchten den Himmel mit Feuerfunken aus Muspelheim.

    Aus zwei Bäumen werden die ersten Menschen erschaffen, der Mann Ask und die Frau Embla. Ihre Heimstatt ist Midgard, während die Burg der Asen Asgard heißt. Von dort beobachtet Odin als oberster Gott die Welt und Menschheit und zeugt das Geschlecht der Asen; deshalb heißt er Allvater, weil sowohl Götter als auch Menschen von ihm abstammen.

  • Thema von Fortuna im Forum Mythen

    Merlin (auch Myrddin) ist der Zauberer, den wir aus den Erzählungen von König Artus und seiner Tafelrunde kennen. Zumindest glauben wir ihn zu kennen, denn er ist bedeutend mehr als eine Randfigur, mehr als der vertrottelte alte Mann, der zufällig ein paar Tricks kennt, die seinem König helfen und endlich, senil geworden, sich in eine viel jüngere Frau verguckt und von ihr ins Verderben gerissen wird.

    Viele Legenden ranken sich um die Gestalt des Merlin. Er ist Druide, Zauberer, Weiser, Seher und Bewahrer eines Königreiches, das er selber mit zu erschaffen geholfen hat. Seine ganze Existenz ist in ein Mysterium gehüllt, das aus den Tiefen der Zeit zu uns spricht, denn er stammt aus der Zeit der Kelten, vorchristlich und geheimnisvoll, sagenumwoben und nie ganz greifbar. Er ist das Ergebnis einer Vereinigung eines Succubus mit einem Menschen, daher selber nicht ganz menschlich und mit geheimnisvollen Kräften begabt. Quasi unsterblich, lebt er rückwärts in der Zeit, die Zukunft (weil seine Vergangenheit) birgt daher für ihn keine Geheimnisse, dennoch kann er seinem Schicksal nicht entrinnen. Er ist der letzte der Weisen Druiden, bewahrt ihre Geheimnisse in einer immer christlicher werdenden Welt. Einst hat er Stonehenge von Irland nach Britannien verpflanzt, dort lebt er nun und bestimmt die Geschicke des Reiches, greift gar aktiv ein, damit Artus als größter König seiner Zeit gezeugt werden kann, gibt diesen dann zur Erziehung zu Pflegeeltern, verhilft ihm danach zur Herrschaft und steht ihm den Rest seines (Merlins) Lebens mit Rat und Tat zur Seite. Er gibt seine Lehren als Vermächtnis eines dunkleren Zeitalters an den jungen König weiter, als die alten Bräuche letztlich in der neuen Welt aufgehen, ist seine Aufgabe vollbracht. Letztlich fällt er der Umgarnung der Dame vom See zum Opfer, in die er sich verliebt und die ihre bei ihm erworbenen Zauberkünste dazu nutzt, ihn in einem Zauberbann gefangen zu setzen.

    Mit Merlin geht nun auch der Rest keltischen Lebens in Britannien und in Europa, anfängt ein neues Zeitalter des noch nicht ganz gefestigten Christentums, das allmählich neue Bräuche und alte Weisheiten vermischen wird, bis sie eins werden. Doch lassen wir uns doch noch einmal einfangen von einer Kultur die älter ist als die unsere, lauschen den Geschichten eines älteren Zeitalters, das durch die Abenteuer eines, der nicht ganz Mensch war und darum vielleicht die Menschen nur umso besser verstanden hat, durch uns spricht...

  • Thema von Fortuna im Forum Mythen

    Der Drache und Dorian kamen zu einer Lichtung, auf der munter ein kleines Bächlein plätscherte. Drag-en schnupperte einmal mit seinen großen Nüstern, nickte dann und wies Dorian an, sich hinter dichtem Gestrüpp zu verbergen.

    "Was hast du denn gerochen? Und warum müssen wir uns verstecken?", fragte Dorian neugierig.
    "Ganz eindeutig liegt über dieser Lichtung der Zauber eines Einhorns. Diese Wesen sind sehr scheu. Daher sollten wir uns verstecken, wenn wir eines zu Gesicht bekommen wollen."
    "Och, ein Einhorn. Ich wollte schon immer mal eins sehen." Dorian war ganz aufgeregt und zappelte ungeduldig herum.
    "Also bei dem Lärm, den du mit deiner Ungeduld verursachst, können wir lange auf ein Einhorn warten. Sei doch endlich still."

    Dorian zuckte zusammen, weil in der Stimme des Drachens Ungeduld lag, die vorher nicht da gewesen war. Irgendetwas schien den Drachen in höchste Anspannung zu versetzen.
    "Was ist denn los, Drag-en?", flüsterte Dorian dem Drachen zu.
    "Psssst, da kommt es schon."
    Sowohl Dorian als auch der Drache verkrochen sich noch mehr in den Büschen und waren mucksmäuschenstill.

    Schweeweiß schimmerte das Fell des Einhorns, das sich vorsichtig umschauend die Lichtung betrat. Schweif und Mähne fielen in silbrigglänzenden Strähnen herab und das spiralenförmige Horn auf der Stirn funkelte kurz im Licht der Sonne. In tänzelnden Schritten trabte es zum Bach, um dort zu trinken.
    Ein Mädchen trat hinter dem Baum hervor und näherte sich vorsichtig dem Einhorn.

    "Warum läuft das Einhorn nicht weg, Drag-en?", flüsterte Dorian.
    "Die einzige Schwäche des Einhorns ist der Zauber einer Jungfrau. Nur von einer Jungfrau lässt es sich berühren."

    Sanft streichelte das Mädchen die Mähne des Einhorns. Dann setzte sie sich an den Bach und das Einhorn legte sich zu ihr, wobei es seinen Kopf in ihren Schoß kuschelte. Das Mädchen zog einen Spiegel aus ihrem Gewand und das Einhorn starrte ganz verzückt auf sein Bildnis.
    Da sprangen Jäger aus den Büschen hervor und überwältigten das Einhorn, fingen es mit Netzen und töteten es. In dunklem Rot tropfte das Blut auf dem weißen Fell des Einhorns. Die Jungfrau war schreiend hinfort gerannt, entsetzt über den Verrat, den sie begangen hatten. Die Jäger indessen trennten das Horn vom Kopfe des Wesens und hielten es triumphierend in die Luft.

    "Drag-en, das ist ja furchtbar. So tue doch etwas."
    "Zu spät, mein kleiner Freund. Das Schicksal hat nun seinen Lauf genommen. Doch sei getrost, es war nicht das letzte seiner Art."
    "Warum haben sie ihm das Horn abgenommen?"
    "Die Menschen glauben, dass es ein sehr wirksames Antitoxin ist. Wenn man das Horn in einen Fluss oder See eintaucht, dann werden diese von allen Übeln gereinigt. Außerdem soll es gegen alle Arten von Giften helfen. Ein Einhorn ist stark und schnell. Unter normalen Umständen würde es den Jägern nie gelingen, eines zu fangen. Doch sie benutzen unschuldige Jungfrauen als Fallen. Nur sie können das Einhorn mit einem Bann belegen. Doch schau, was nun geschieht."

    Die Jäger waren mittlerweile fortgegangen und hatten den Kadaver des Wesens liegen lassen. Die Jungfrau war zurückgekehrt und weinte nun bitterlich an der Leiche des Einhorns. Ihre Tränen tränkten das Fell und wuschen das Blut heraus. Als eine ihrer Tränen nun auf die Stelle fielen, an der einst das Horn gewesen war, erklang mit einem Male eine glockenheller Ton. Aus der noch blutenden Wunde wand sie ein neues Horn hervor. Wiehernd schlug das Einhorn die Augen auf und sprang auf die Beine. Dann drehte es sich zu den Büschen um, in denen Dorian und Drag-en versteckt waren. Es nickte einmal huldvoll mit seinem Kopf und verschwand dann geschwind in den Wald.

    Drag-en jedoch lachte leise.
    "Jemand hat wohl deinen Wunsch erhört, Dorian. Denn dies war ein Wunder, das in keiner Geschichte je erzählt wurde. Aber manchmal müssen Geschichten wohl neu erzählt werden."
    Er stupste Dorian mit seinem Flügel an und sie gingen gemeinsam von der Lichtung fort.

    O dieses ist das Tier, das es nicht gibt.
    Sie wusstens nicht und habens jeden Falls
    - sein Wandeln, seine Haltung, seinen Hals,
    bis in des stillen Blickes Licht - geliebt.

    Zwar war es nicht. Doch weil sie's liebten, ward
    ein reines Tier. Sie ließen immer Raum.
    Und in dem Raume, klar und ausgespart,
    erhob es leicht sein Haupt und brauchte kaum
    zu sein. Sie nährten es mit keinem Korn,
    nur immer mit der Möglichkeit, es sei.
    Und die gab solche Stärke an das Tier,
    dass es aus sich ein Stirnhorn trieb. Ein Horn.
    Zu einer Jungfrau kam es weiß herbei -
    und war im Silber-Spiegel und in ihr.

    (Rainer Maria Rilke, aus Sonetten an Orpheus)

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